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Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (2025)

Es ist genau ein Jahr her, seit die aus den fünf Highschool-Freunden Danica (Madelyn Cline), Ava (Chase Sui Wonders), Stevie (Sarah Pidgeon), Teddy (Tyriq Withers) und Milo (Jonah Hauer-King) für eine große Verlobungsfeier zusammenkamen und auf einer nächtlichen Straße einen Autounfall verursachten, bei dem ein Mann zu Tode kam. Als sich die Freunde im Sommer wiedertreffen, um Danicas Verlobung zu feiern, findet die zukünftige Braut unter den etlichen Geschenken einen schlichten Zettel, auf welchem Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast steht. Der Clique ist klar, dass es offensichtlich noch jemanden geben muss, der von ihrem finsteren Geheimnis weiß. Als kurz darauf das erste Blut fließt, recherchieren die Freunde ergiebig nach und stellen fest, dass es im Jahr 1997 schon einmal zu ähnlichen Gräueltaten kam... und das auch noch in der selben Stadt, in der sie wohnen.

Es war eigentlich klar, dass sich noch andere Slasher aus den 90er Jahren an einer nostalgischen Rückkehr versuchen würden, nachdem die Scream-Reihe, die in wenigen Tagen schon mit ihrem siebten Teil in die Kinos kommt, neuerdings wieder wahnsinnig erfolgreich läuft. Problematisch daran ist jedoch, dass von all diesen Slashern nur Scream wirklich gut war und der Rest eigentlich nur aus Trittbrettfahrern bestand, die auch was von dem Erfolg abhaben wollten, aber zumeist einfach nur banale Kopien darstellten. Das gilt auch für die beiden I know what you did last Summer-Filme, die allerhöchstens mittelprächtige Unterhaltung darstellen und noch dazu ziemlich müde inszeniert und geschrieben waren. Da der Titel aber irgendwie noch was hermacht, kramte man die Marke wieder heraus, um (ganz getreu der heutigen Machart von späten, weiteren Fortsetzungen) ganz der Nostalgie zu frönen. Und das tut der neue Film dann auch: Alle paar Minuten werden allerlei Szenen aus dem Original zitiert oder in Rückblenden noch mal angeschnitten, die Kamera schwenkt minutiös durch altbekannte Sets oder filmt ewig lange Requisiten ab, die wir noch von damals kennen.
Eine wohlige Gänsehaut, wie sie andere Fortsetzungen dieser Art auslösen, ist hier aber nicht zu erwarten, was schlicht und einfach auch mit den beiden Filmen zu tun hat, auf die man sich hier bezieht. Denn die waren eben so mittelmäßig, dass es nur noch arg bemüht daherkommt, wenn man auf solch biedere und einfallslose Art versucht, Nostalgie heraufzubeschwören. Die Macher gingen aber wohl davon aus, dass es schon reichen muss, die Geschichte einfach wieder an bekannten Orten spielen zu lassen, alle paar Minuten Referenzen vom Stapel zu lassen und natürlich auch noch ein paar alte Bekannte auftreten zu lassen, die in ihren alten Rollen aber ebenso wie damals wahnsinnig hüftsteif daherkommen. Denn nur so lässt sich erklären, dass die Geschichte darüber hinaus eine fast schon freche Wiederholung der damaligen Ereignisse ist, mit nur ungemein schwachen Variationen, aber auch den von damals schon bekannten Längen und einem katastrophalen Drehbuch. Den neuen Figuren wurde sicherheitshalber im Grunde keinerlei Charakterisierung mitgegeben - außer der Tatsache, dass sie mit ihren hohlen Comedy-Phrasen, die wohl lustig sein sollen, aber nur albern daherkommen, wahnsinnig nerven.
Man fragt sich jedoch, ob das nicht alles Absicht ist. Denn wenn man aufzählt, was in diesem Film eigentlich alles schief läuft, dann kommt man zu der Annahme, dass solcherlei "Patzer" auch schon in den Originalen zu finden waren. Eine unfassbar müde Inszenierung, Dialoge zum Haare-raufen, konstruierteste Wendungen und Schauspieler*innen, von denen man ahnen würde, dass sie völlig talentlos sein müssten... wenn man sie, wie beispielsweise Hauptdarstellerin Madelyn Cline, nicht schon ungemein souverän aus wesentlich besseren Filmen wie dem Knives Out-Sequel Glass Onion kennen würde. Vielleicht verstanden die Macher diese Ansammlung aus unfassbar schlechtem Filmemachen also irgendwie auch als Verbeugung vor den Originalen. Das spricht aber natürlich weder für diese noch für den neuesten Streich, der über weite Strecken einfach nur hirnrissig ist und ebenso zielsicher langweilt wie anstrengt. Auf der Haben-Seite hat der offizielle dritte Teil da nur einige brutalere Szenen, da eine FSK ab 16 heutzutage noch mehr Blut und Gekröse zulässt. Der finale Showdown ist zudem auf einer unfreiwillig komischen Art und Weise sehr unterhaltsam, da die Plot Reveals hier völlig aus dem Ruder laufen. Das gereicht dann sogar noch zu einer echten Überraschung, die aber so schlecht hergeleitet ist, dass man sich um diese auch nicht mehr schert. Dass das Erbe hier ein bisschen mit Füßen getreten wird, ist angesichts der Qualität der Originale verzeihbar. Nicht verzeihen kann man hingegen, dass ganz zum Schluss auf eine weitere Fortsetzung angespielt wird - und die muss nach diesem Schmarrn nun wirklich nicht mehr kommen.

Fazit: Um sich vor den allenfalls semi-durchschnittlichen Originalen zu verbeugen, liefern die Macher hier einen durchweg schlecht inszenierten, grauenvoll gespielten und desaströs geschriebenen Film ab, der höchstens unfreiwillig Unterhaltungsfaktor hat und aufgrund seines Daseins als freche Kopie noch schlechter ist als die ersten Filme.

Note: 4-



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