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Shadow Force - Die letzte Mission

Einst leiteten die ehemaligen Elite-Soldaten Isaac (Omar Sy) und Kyrah (Kerry Washington) eine geheime Spezialeinheit namens Shadow Force... bis sie gegen den Kodex verstießen, als sie sich ineinander verliebten. Daraufhin kehrten sie der Einheit den Rücken und gelten seitdem als Verräter, die von ihren ehemaligen Kollegen gesucht werden. Seit fünf Jahren fehlt von ihnen jedoch jede Spur, da beide perfekt darauf trainiert waren, sich zu verstecken und unauffällig zu bleiben. Aus der Beziehung ging schließlich der gemeinsame Sohn Ky (Jahleel Kamara) hervor, bevor das Paar getrennte Wege ging, um das Kind von Ärger fernzuhalten. Doch dann nimmt die Shadow Force doch noch eine Spur auf und findet Isaac und seinen Sohn. Daraufhin müssen sich die beiden ehemalig Liebenden zusammentun, um gegen die Einheit zu kämpfen und ihr den Garaus zu machen, bevor Ky etwas zustößt...

Geht's vielleicht noch etwas generischer? Boss Level-Regisseur Joe Carnahan hat sich für seinen neuesten Film nicht nur für eine Geschichte entschieden, die man so bereits in zig Variationen gesehen hat - die Geschichte der ehemaligen Superagenten, die plötzlich gegen ihre ehemaligen Arbeitgeber vorgehen müssen, nachdem sie aus dem Geschäft ausgestiegen sind. Das Altbekannte ist dabei aber kaum das Problem, sondern wie blödsinnig der ganze Plot dahinter zusammengestaucht wurde. Da wird eben mal der Kopf dieser supergeheimen Spezialeinheit, der gleichzeitig aber auch ein großer Politiker ist, der seine Pläne mal eben ganz frei auf einem G7-Gipfel preisgibt, als cartoonesker Obermacker hingestellt. Darüber hinaus finden sich selbst in diesem ungemein seichten Plot noch erhebliche Löcher, die auch nicht mit dem typischen "Ist doch nur Popcorn-Kino"-Argument ausgehebelt werden können. All das hier ist so dummdreist zurechtgetippt, dass man sich mehrfach vor Staunen an den Kopf fassen möchte.
Aber gut, das ließe sich alles noch irgendwie schlucken, wenn denn die für das Genre so wichtigen Eckpfeiler stimmen würden: Action und Humor. Denn selbst mittlerweile kultige Reihen wie Bad Boys oder Rush Hour lieferten ja zumeist nur einen banalen Plot, punkteten dann aber in der Chemie zwischen den Hauptdarstellern oder mittels brachialer Haudrauf-Action. Doch auch hier: Pustekuchen. Gerade im Action-Segment sieht es hier sehr düster aus, wenn man zwischen den mal wieder viel zu wilden Schnitten oder ständig aufziehendem Nebel und Rauchgeschwaden überhaupt etwas erkennen kann. Die vereinzelten Choreographien wirken müde, die CGI-Effekte sind bisweilen ein schlechter Witz. Zudem braucht der Film angesichts einer solch mickrigen Handlung viel zu lange, um wirklich explosive Unterhaltung zu bieten. Bis zur ersten Autoverfolgungsjagd, die dann ebenfalls enttäuschend lahmarschig daherkommt, vergeht beinahe eine Stunde.
Und diese Stunde wird dann maßgeblich damit gefüllt, irgendwie einen Plot zu erzählen, der an Dummdreistigkeit kaum zu überbieten ist und die Bühne zu bereiten für zwei Stars, die praktisch keinerlei Chemie miteinander haben. Vergleicht man dies mit dem ähnlich gearteten Mr. & Mrs. Smith von vor rund zwanzig Jahren, ist es schockierend, dass zwischen Omar Sy und Kerry Washington absolut keine Funken fliegen... was aber auch daran liegt, dass deren Charaktere nicht nur recht unsympathisch daherkommen, sondern auch kaum ausgearbeitet sind. Dabei macht Jurassic World-Star Sy als herzlicher Daddy, der seinem kleinen Sohn gerne Songs von Lionel Ritchie zum gemeinsamen Mitsingen auf längeren Autofahrten aufs Ohr haut, eigentlich eine nette Figur. Doch auch er ist dem Drehbuch schier hilflos ausgeliefert und kann sich dementsprechend kaum freispielen. Noch schlimmer hat es allerdings Mark Strong erwischt, der sich in der Rolle des clownesken Bösewichts offenbar nicht anders zu helfen wusste, als richtig mies zu überdrehen. Dabei blamiert sich der sonst so gut aufgelegte Sherlock Holmes-Star glatt bis auf die Knochen.

Fazit: Ungemein dummer, generischer Actioner, der seinen floskelhaften Plot weder durch spektakuläre Action noch durch frotzeligen Humor ausgleichen kann - beides ist hier nämlich nur in sparsamem und äußerst flachem Maße enthalten. 

Note: 5



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