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Men In Black: International

Große Filmreihen zu rebooten gehört mittlerweile irgendwie zum guten Ton in Hollywood. Wenn den Machern nämlich nichts mehr zum Thema einfällt oder die Finanzen beim letzten Part nicht stimmten, man die zuvor so erfolgreiche Marke aber nicht verkümmern lassen will, heißt es direkt: Reboot! Dass das durchaus gutgehen kann, ist mittlerweile klar, zumeist werden die zuvor geliebten Reihen aber nur in einen lauwarmen Aufguss gepackt, bei denen selten klar ist, wieso die Macher dafür noch einmal so viele Millionen ausgegeben haben, wenn sie hier doch einfach nichts mehr zu erzählen wissen. Dieses Schicksal trifft, auch wenn das diesmal keine große Überraschung ist, auch das neue Abenteuer im "Men In Black"-Universum. Mit einer neuen Starbesetzung sollte frischer Wind in das Franchise, herausgekommen ist dabei aber nur ein unlustiges, zähes und extrem laues Lüftchen... MEN IN BLACK: INTERNATIONAL Von Kindesbeinen an weiß Molly (Tessa Thompson) von der Existenz der Men In Bla...

Wie beim ersten Mal

Kann man einen einzigen Menschen wirklich für immer, für den Rest seines Lebens unabdinglich lieben? Ich bin noch viel zu jung, um diese Frage für mich beantworten zu können und sicherlich gibt es auch keine allgemein gültige Antwort darauf. Sicher ist nur, dass eine solch lange Beziehung oder Ehe niemals ohne Abgründe und Tiefschläge bewältigt werden kann - da muss es eben auch mal krachen, sonst wäre es ja irgendwie auch langweilig, oder? Eine solche Ehe führen zumindest auch Kay und Arnold in Ansätzen: Da kracht es zwar nicht, aber die Luft ist definitiv raus. Aus dieser Prämisse machte "Verborgene Schönheit" -Regisseur David Frankel eine herzliche Komödie mit Starbesetzung, die pointierte Gags bietet und dabei gar nicht mal so prüde ist... WIE BEIM ERSTEN MAL Kay Soames (Meryl Streep) und ihr Mann Arnold (Tommy Lee Jones) sind seit mittlerweile einunddreißig Jahren verheiratet und die Luft ist raus aus der Ehe: Sie schlafen in getrennten Zimmern, haben keinen Sex m...

Die Wolke

Kernkraftwerke sind zurecht umstritten. Ich kann und möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, verstehe ich von der Thematik, den eindeutigen Gefahren und dem auch nicht wegzulegenden Nutzen viel zu wenig, um dabei Positives und Negatives abzuwägen, eine eindeutige Stellung zu beziehen. Doch auch wenn man sich mit dem Thema bislang wenig bis gar nicht auseinandergesetzt hat, wird das 2006 erschienene deutsche Drama "Die Wolke" den ein oder anderen sicherlich nachdenken lassen. Der Film beruht nicht auf einer wahren Begebenheit, versteht sich jedoch als klare Warnung: Das könnte passieren und ihr wollt sicher nicht Schuld sein, wenn es denn passiert, oder? Das mag manch einer als dick aufgetragen empfinden, doch obwohl Regisseur Gregor Schnitzler nicht immer den richtigen Ton trifft, weiß er, wie er seine Zuschauer treffen muss... DIE WOLKE Die junge Schülerin Hannah Meinecke (Paula Kalenberg) hat gerade mit ihrem schüchternen Mitschüler Elmar Koch (Franz Dinda)...

Hunter Killer

Am 27. Juni 2017 starb Charakterdarsteller Michael Nyqvist und im viel zu jungen Alter von nur siebenundfünfzig Jahren an einer Lungenkrebserkrankung. Auch wenn sein Name nicht allen bekannt sein dürfte, gesehen haben wir ihn alle schon mal irgendwo, so zum Beispiel in den "Verblendung"-Filmen oder international als gern gesehener Antagonist. Dabei machte er unter anderem John Wick in seinem ersten Auftrag oder auch Ethan Hunt im vierten "Mission: Impossible"-Film das Leben schwer. Sein letzter Film war der Kriegsactioner "Hunter Killer", der im November 2018 schließlich auch in die deutschen Kinos kam. Einen besseren Abschluss seiner Karriere hätte man Nyqvist aber definitiv wünschen können, denn der Film erfüllt genau die Erwartungen... und meine waren nun mal sehr niedrig. HUNTER KILLER Joe Glass (Gerard Butler) hat gerade das Kriegs-U-Boot "USS Arkansas" übernommen und soll mit seinem Team im nördlichen Eismeer einer Sache nachgehen ...

X-Men: Dark Phoenix

2019 ist tatsächlich das Jahr der großen Showdowns. Bislang haben Filmfans bereits etliche Finals sehen dürfen, unter anderem die gigantische Endschlacht von elf Jahren Marvel Cinematic Universe in "Avengers: Endgame" , den letzten "Drachenzähmen leicht gemacht"-Film oder vor Kurzem noch die allerletzte Folge "Game of Thrones". Später stehen zudem noch die Finals von "Es" und der neuen "Star Wars"-Trilogie auf dem Plan... und nun geht auch mit den X-Men eines der langlebigsten Film-Franchises im Bereich der Comicverfilmungen zu Ende. Nun, da Disney Fox geschluckt hat, werden die Mutanten früher oder später als Reboot-Version zu den Avengers ziehen und die Reihe, die im Jahr 2000 noch mit Hugh Jackman und Patrick Stewart in den Hauptrollen ihren Anfang nahm und über etliche Filme hinweg verschiedene Mutanten-Generationen präsentierte, findet nun ihren Abschluss. Nach den guten bis brillanten "Zukunft ist Vergangenheit" ,  ...

The Grey - Unter Wölfen

Ein Flugzeugabsturz. Eine Gruppe Menschen allein in der Wildnis, im Kampf ums Überleben und mit sich selbst. Zu dieser Thematik gab es schon etliche Filme... und dieses Thema zieht auch immer wieder, betrifft es uns doch irgendwie alle. Wer mit einem Flieger abstürzt, ist kein Held, sondern ein normaler Mensch wie du und ich, der in dieser Situation über sich hinauswachsen muss. Eine solche Geschichte erählt auch "The Grey" aus dem Jahr 2011: Zwei Jahre, nachdem Liam Neeson mit "96 Hours" auf seine alten Tage plötzlich zum Actionstar aufstieg, sollte er erneut in einem physisch anspruchsvollen Film mitspielen - diesmal im Kampf gegen die Natur. Richtig überzeugend ist dieses Werk allerdings nicht ausgefallen... THE GREY John Ottway (Liam Neeson) arbeitet für eine Ölförderungseinrichtung in Alaska - als ausgebildeter Wildjäger soll er die Arbeiter dabei vor den dort lebenden Tieren schützen. Auf dem Heimweg stürzt das Flugzeug mit ihm und mehreren anderen Arb...

Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen

Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich Matthew McConaughey in seiner Karriere gewandelt hat. Heute kennt man ihn als schlichtweg grandiosen Schauspieler (auch wenn er dabei gerne ein wenig überzeichnet, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert), als verdienten Oscarpreisträger und als Mann, der sich seine Rollen sehr gerne aufgrund ihrer Skurillität aussucht. Da kann man beinahe vergessen, dass McConaughey seine Schauspielkarriere wesentlich simpler begonnen hat - als Frauenschwarm in etlichen romantischen Komödien. Aus dieser Ära, die kurz vor McConaugheys Sinneswandel entstand, stammt auch "Der Womanizer", in welcher er mal wieder herrlich den oberflächlichen Schönling raushängen lässt... dies aber leider nicht über die gesamte Laufzeit. DER WOMANIZER Connor Mead (Matthew McConaughey) ist Starfotograf, liquide, gutaussehend, charmant... und bekannt dafür, jede Frau ins Bett zu bekommen, um sie gleich darauf wieder zu verlassen und ein gebrochenes Herz zurückzulas...