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Snowdogs - Acht Helden auf vier Pfoten

Kurzkritik:
Disney macht einen Film mit allerlei Hunden in den tragenden Rollen - jedoch nicht im Bereich des Zeichentricks oder der Animation, sondern als Realfilm. Dabei dürfen die Hunde nicht nur allerlei Abenteuer erleben und sogar Menschenleben retten, sondern auch noch ganz knuffig bellen und knurren und winseln. Wer hier nun nicht sofort einen Zuckerschock angesichts von so viel Niedlichkeit bekommt, für den dürfte Snowdogs nichts sein. Die Disney-Produktion aus dem Jahr 2002 ist so dermaßen klinisch keimfrei, dass man fast schon allergisch darauf reagieren möchte. Alles ist hier superschön und nett... sogar der typische Familienkonflikt, der hier angeschoben wird, gereicht der ohnehin völlig substanzlosen Hauptfigur höchstens zu ein paar Unannehmlichkeiten, aber nie zu wirklichen Problemen, die man nun lösen müsste.
Das ist im Grunde natürlich die perfekte Ausgangslage für einen Film, der vordergründig ein jüngeres Publikum anzieht, welches eh nur wegen den knuddeligen Vierbeinern daran interessiert ist. Aber auch hier greift der Film irgendwie daneben, denn einerseits eine so dünne Handlung zu erzählen, damit sie jüngere Zuschauer*innen nicht überfordert und den Hunden nicht zu viel Screentime zu klauen; eben diese Handlung aber gleichzeitig mit den familiären Adoptionsproblemen eines Mittdreißigers zu konfrontieren, was für dieses Zielpublikum äußerst weit weg von irgendeiner Identifikation sein dürfte, leuchtet nicht so wirklich ein. So setzt sich Snowdogs hinsichtlich seiner fahrigen Dramaturgie ohnehin zwischen alle Stühle, dürfte beide Seiten des Publikums langweilen.
So amüsieren sich die Erwachsenen weniger über einen wahnsinnig öden Cuba Gooding, Jr., der in den Slapstick-Szenen völlig planlos agiert. Auch der restliche Cast ergibt sich im Grunde dem mauen Drehbuch und lässt ohnehin sehr bald den Platz für die Hunde räumen, die hier natürlich die wahren Stars sind und sein sollen. Eine stimmige Dramaturgie lässt sich daraus nicht bauen und man merkt dem Film hinsichtlich der reichlich müden Inszenierung auch sein Alter von beinahe 25 Jahren an. Heutzutage lässt sich damit außerhalb des Nostalgie-Faktors wohl niemand mehr hinter dem Ofen hervorlocken, weswegen man konstatieren muss, dass diese Disney-Nummer für all jene echte Zeitverschwendung ist, die mit dem Werk nicht schon damals in Berührung kamen.

Note: 4-



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