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Der Superhelden-Flop schlechthin: Filmkritik zu "Catwoman"

Patience Phillips (Halle Berry) arbeitet als Werbedesignerin für den riesigen Beauty-Konzern Hedare, der zurzeit plant, ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, welches Altersspuren auf der Haut nicht nur verdecken, sondern sogar verschwinden lassen soll. Als Patience jedoch zufällig ein internes Gespräch über die Gefahr des Produkts mitanhört, wird sie von den Männern des skrupellosen Hedare-Bosses George Hedare (Lambert Wilson) gejagt und schließlich getötet. Ihr Leben wird scheinbar durch dutzende Katzen gerettet, die der jungen Frau eine zweite Chance einräumen... und ihr zudem noch seltsame Fähigkeiten verleihen, die den niedlichen Streunern ähneln. Schon bald zieht Patience als düstere "Catwoman" durch die Stadt, um Verbrechen zu vereiteln und nimmt sich dabei auch die Führungsetage des Hedare-Konzerns zur Brust... Achtzehn Jahre lang habe ich diesen Film, der wohl auch heute noch immer als die vielleicht schlechteste Comicverfilmung aller Zeiten gilt, gemieden. Doch...

Leider nur ein durchschnittlicher Justiz-Thriller: Filmkritik zu "Zivilprozess"

In New England sterben anscheinend unabhängig voneinander acht Kinder an Leukämie. Die trauernden Eltern glauben, dass dies mit dem Grundwasser des Dorfes zu tun hat und wenden sich an den pro bono arbeitenden Anwalt Jan Schlichtmann (John Travolta). Der möchte den Fall aufgrund eines mehr als unklaren Ausgangs und der hohen Kosten zwar erst ablehnen, willigt dann aber doch ein. Seine Kanzlei muss dabei enorm hohe Geldsummen aufbringen, um den möglichen Umweltskandal nachweisen zu können - Geld, welches Schlichtmann nur dann wiedersieht, wenn er den Fall gewinnt. Auf der Seite der letztendlich Beklagten steht mit dem schlitzohrigen Jerome Facher (Robert Duvall) jedoch ein millionenschwerer Mogul, der alle Tricks und Kniffe, um sich aus diesem Fall herauszureden, seit Jahren zu kennen scheint... Nach einer wahren, dramatischen Geschichte zimmerte Regisseur Steven Zaillian hier ein Justizdrama zusammen, welches zumindest zu Beginn noch den Anschein eines recht cleveren, die normalen Plot...

Weniger Wahrheit als Märchen: Filmkritik zu "Touchdown - Sein Ziel ist der Sieg"

Daniel Ruettiger (Sean Astin), von seinen Freunden stets nur "Rudy" genannt, hat seit jeher nur einen einzigen Traum: Er will in der College-Mannschaft der Notre Dame, der Lieblingsmannschaft seines Vaters Daniel (Ned Beatty), Football spielen. Seine Träume scheinen sich jedoch schon früh zu zerschlagen, da seine Noten für eine Teilnahme am College nicht ausreichen. Einzig ein externer Ausstieg scheint in Frage zu kommen, doch bringt er als potenzieller Spieler nicht die nötigen, körperlichen Voraussetzungen mit. Sein eiserner Wille und das Festhalten an diesem Traum lassen Rudy jedoch immer mehr Hürden überwinden, bis er selbst zu einer Art Koryphäe zu werden beginnt... Diese Geschichte soll auf wahren Begebenheiten beruhen und das tut sie sicherlich auch in Grundzügen. Allerdings dürften spätestens im letzten Drittel erhebliche Zweifel an der Faktentreue auftauchen, denn dann nimmt der im Original schlicht "Rudy" betitelte Film (was haben sich die deutschen Verlei...

Nicht so denkwürdig: Filmkritik zu "Der denkwürdige Fall des Mr. Poe"

Im Jahr 1830 wird der pensionierte, mit einem Alkoholproblem behaftete Polizist Augustus Landor (Christian Bale) zur US-Militärakademie in West Point. Dort hat es einen scheinbaren Selbstmord eines jungen Kadetten gegeben, den Landor untersuchen soll. Schon nach kurzer Zeit ist sich Landor gewiss, dass der junge Mann keinen Suizid begangen hat und stattdessen die Tat eines Mörders dahintersteckt... der zudem einen Hang zur extremen Brutalität hat, da das Herz des Opfers nach dessen Tod herausgeschnitten und entwendet worden ist. Landor schließt sich mit dem Kadetten Edgar A. Poe (Jarry Melling) zusammen, der unter den Männern als Außenseiter und Sonderling gilt. Mit ihm gemeinsam glaubt Landor, den Fall zur Zufriedenheit aller aufklären zu können. Opfer, denen das Herz fehlt - daran musste ich während der teils sehr langen zwei Stunden, welche ich für die Sichtung des neuen Filmes von "Hostiles" -Regisseur Scott Cooper benötigte, immer wieder denken und das nicht nur, weil di...

Gewalt geht immer weiter: Filmkritik zu "A History of Violence"

Tom Stall (Viggo Mortensen) lebt ein unaufgeregtes Leben ohne größere Vorkommnisse in der verschlafenen Kleinstadt Millbrook in Indiana. Mit seiner Frau Edie (Maria Bello) führt er eine harmonische Ehe, aus welcher auch die beiden Kinder Jack (Ashton Holmes) und Sarah (Heidi Hayes) entstanden. Eines Tages muss Tom jedoch Zivilcourage beweisen, als zwei gefährliche Verbrecher in sein Cafe eindringen und die dortige Belegschaft beruhen - am Ende liegen die beiden Täter tot am Boden und Tom wird als Held gefeiert. Diese Heldentat zeigt kurz darauf jedoch auch ihre beunruhigenden Schattenseiten, als schließlich der undurchsichtige Carl Fogarty (Ed Harris) in Toms Cafe auftaucht und behauptet, diesen aus dessen tiefster Vergangenheit zu kennen... Betrachtet man "A History of Violence" oberflächlich, kann man ihn als routinierten, nicht sonderlich originellen, stellenweise leicht cartoonesken und recht spannenden Thriller sehen. Dabei wird dann eine Geschichte erzählt, die an Wendu...

Es gibt keinen Grund, sich den anzusehen: Filmkritik zu "Jonah Hex"

Vor einigen Jahren flüchtete der grimmige Jonah Hex (Josh Brolin) aus dem Sezessionskrieg und machte sich somit viele Feinde, darunter auch den kriminellen Quentin Turnbull (John Malkovich). Nachdem seine unschuldige Familie durch Turnbulls Hand zu Tode kam, schwört Hex Rache, erhält diese jedoch nicht - Turnbull stirbt anscheinend bei einem Hausbrand. Lange verdient sich Hex als Kopfgeldjäger das nötige Kleingeld, bis er einen Auftrag von Präsident Ulysses S. Grant (Aidan Quinn) persönlich erhält: Offenbar lebt Turnbull noch und plant einen furchtbaren Anschlag zur 100-Jahresfeier von Amerika. Hex soll ihn und seine Männer aufhalten... und dabei auch endlich die Rache bekommen, nach welche er solange dürstet. Ich hätte es eigentlich wissen müssen und "Jonah Hex" mit Ignoranz strafen können: Die Kritiken deuteten ebenso wie die schwachen Trailer auf eine ungemeine Bauchlandung hin. Aber ich werde wohl in diesem Leben nicht mehr lernen, Filme auszulassen, die mit sehr hoher Wa...

Überdrehte Satire mit zu viel Blödsinn: Filmkritik zu "Massive Talent"

Früher war Nicolas Cage (Nicolas Cage) einer der größten Filmstars in Hollywood, doch nach einigen finanziellen Flops sowie einem Vermögen, welches seinem Konsumwahn wich, ist sein Stern gesunken. Auf der Suche nach der Rolle seines Lebens muss Cage auch unbeliebtere Aufträge annehmen... so wie den, seinen größten Fan Javi (Pedro Pascal) auf dessen Geburtstagsfeier in Spanien zu besuchen, da dafür eine Millionen Dollar winken. Damit könnte Cage viele Schulden begleichen, um freier in die nächsten Vorsprechen zu gehen. Doch Javis Geburtstagsfeier verläuft nicht ganz wie geplant, denn schon kurz nach seiner Ankunft in Europa wird Cage beschattet... und es besteht das Risiko, dass der nette und superreiche Spanier womöglich ein dunkles Geheimnis zu verbergen hat. Wenn Promis sich selbst spielen und dabei eine herrliche Selbstironie an den Tag legen, ist das Ergebnis meistens sehr lustig, wenn auch oft überdreht. Das ist bei "Massive Talent" nicht anders, der im Kern zwei ganz st...