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Netflix-Familienfilm ohne Seele: Filmkritik zu "Chupa"

Der an seiner Schule als Außenseiter verschrieene Alex (Evan Whitten) reist über die Ferien zu seinem Großvater (Demian Bichir) nach Mexiko. Dort macht er die Bekanntschaft mit der Legende des sogenannten "Chupacabras", womit die Einwohner ein blutsaugendes Ungetüm meinen. In der Scheune seines Großvaters begegnet Alex tatsächlich diesem Mythos... welcher sich als niedliches Tier herausstellt, dass keiner Seele etwas zu Leide tun kann. Alex schließt Freundschaft mit dem kleinen "Chupa" und erlebt viele Abenteuer mit ihm. Doch dann heftet sich der finstere Wissenschaftler Richard Quinn (Christian Slater) an seine Fersen, denn dieser ist schon lange hinter dem Tier her, welches er als extrem gefährlich, aber auch als potenzielle Geldquelle ansieht... Pünktlich zu den Ostertagen hat Netflix (sicherlich nicht ohne Hintergedanken) einen passenden Familienfilm veröffentlicht - ob dieser über die freien Tage jedoch zu einem Hit wird, bleibt noch abzuwarten. Tatsächlich bie...

Ein Dieb wird zum Zeugen: Filmkritik zu "Absolute Power"

Tagsüber ist er ein Künstler, nachts steigt er in Wohnhäuser ein und räumt Safes leer: Der alternde Dieb Luther Whitney (Clint Eastwood) gilt als einer der trickreichsten und gewieftesten in seinem Metier. Nun wird er während eines Einbruchs in die Villa des Milliardärs Walter Sullivan (E. G. Marshall) Zeuge davon, wie dessen Frau Christy (Melora Hardin) ermordet wird - ein Mord, herbeigeführt von Allen Richmond (Gene Hackman), dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, der eine Liaison mit der Frau seines Freundes Walter eingegangen ist. Luther kann vom Tatort entkommen, dabei jedoch auch ein wichtiges Beweisstück an sich nehmen. Während der Präsident nach dem ungebetenen Zeugen sucht, übernimmt Detective Seth Frank (Ed Harris) den Fall... und steht vor einem merkwürdigen Haufen aus Gegebenheiten, die in dieser Form einfach nicht zusammenpassen wollen. Wie gewohnt hat Clint Eastwood diesen kleinen, feinen Thriller aus dem Jahr 1997 nicht nur inszeniert und produziert, sondern auch gleic...

Der Zenit ist wirklich überschritten: Filmkritik zu "Pitch Perfect 3"

Seit drei Jahren sind die "Barden Bellas" nicht mehr zusammen aufgetreten - da nach ihrem College-Abschluss die einzelnen Sängerinnen in recht normale Jobs abgetaucht sind, bleibt nicht mehr die Zeit für gemeinsame Konzerte. Dank einer Connection, die die ehemalige Anführerin Aubrey (Anna Camp) auf den Tisch legt, bietet sich den Bella's jedoch die Chance, sich für eine Tour mit anderen Bands wieder zu vereinen - dabei sollen sie bei einer Europa-Tour für die USO vor den dort stationierten Soldaten und Soldatinnen auftreten. Schon früh wächst jedoch der Konkurrenzdruck gegen die anderen, dort auftretenden Musikgruppen, die sogar in den speziellen Talenten der Bellas ordentlich auftrumpfen können. Zudem sorgt sich Beca (Anna Kendrick) um ihre Karriere als Musikproduzentin... und erhält plötzlich eine Chance, für die sie ihren Freundinnen jedoch in den Rücken fallen müsste. Sie haben eine recht lange und ziemlich traurige Tradition: Witzige, originelle und kultige Komödien-...

Damien Chazelle sprengt alle Grenzen: Filmkritik zu "Babylon - Rausch der Ekstase"

In den 1920ern hat Nellie LaRoy (Margot Robbie) nur einen Traum: Sie möchte der nächste, große Filmstar Hollywoods werden. Ein Traum, den sie sich zumindest ansatzweise mit Manny Torres (Diego Calva) teilt, den sie auf einer ausladenden Promi-Feier kennenlernt, in welche Nellie sich zuvor hineingeschmuggelt hat: Manny möchte unbedingt an einem Filmset arbeiten und dort die Magie des Kinos spüren. Für beide ist die Chance nah, denn Nellie wird auf der Party zufällig von einem Filmproduzenten entdeckt, der sie für eine wichtige Szene am nächsten Drehtag verpflichtet, während Manny die Bekanntschaft mit dem Stummfilm-Star Jack Conrad (Brad Pitt) macht, der diesen gleich als seinen Laufburschen anheuert. Sowohl Manny als auch Nellie müssen jedoch bald erkennen, dass das Business auch ihre Schattenseiten hat... vor allem, als der Tonfilm in Hollywood zum Leben erwacht. Nach drei absoluten Mega-Hits, die allesamt wichtige Rollen bei den vergangenen Oscar-Verleihungen spielten, hatte "La...

Etwas ungelenke Wiederholung: Filmkritik zu "Pitch Perfect 2"

Nach einem sehr unglücklichen Auftritt im John F. Kennedy Center for Performing Arts stehen die "Barden Bellas" plötzlich vor dem Aus - weitere A-cappella-Auftritte, darunter eine große Tour, werden den Mädels ausdrücklich untersagt. Die einzige Chance, die Gruppe am Leben zu erhalten, scheint die diesjährige Weltmeisterschaft zu sein, bei denen man ihnen die Teilnahme aufgrund ihrer vorherigen Contest-Siege nicht verweigern kann. Genau zu dieser Zeit stößt mit der neuen Studentin Emily (Hailee Steinfeld) eine frische Stimme zur Gruppe. Diese könnte tatsächlich Anführerin Beca (Anna Kendrick) ersetzen, da diese kurz vor ihrem Abschluss alles daran setzt, eine Solokarriere mit ihren eigenen Produktionen ans Laufen zu kriegen. Schon während der Vorbereitungen auf die Meisterschaft hegen die Bellas jedoch die Vermutung, dass sie ihren alten Groove verloren haben könnten und somit chancenlos gegenüber der talentierten Konkurrenz sind... Ich habe es in meiner Kritik zum direkten V...

Die Musik macht den Ton: Filmkritik zu "Pitch Perfect"

Beca Mitchell (Anna Kendrick) ist ganz frisch auf der Barden University - auf Wunsch ihres Vaters (John Benjamin Hickey) schiebt sie ihren Traum, nach Los Angeles zu gehen und dort als DJ durchzustarten, noch etwas auf, um es zumindest ein Jahr lang auf einem College zu versuchen. Auf seinen Wunsch schließt sie sich auch der rein weiblichen A-cappella-Gruppe "The Barden Bellas" an, die nach einer recht peinlichen Niederlage beim letzten Contest dringend neue Verstärkung suchen. Dabei bemerkt Beca, dass die Gruppe vor allem aufgrund ihrer Anführerin Aubrey (Anna Camp) zu sehr an traditionellen Songs und Performances festhält, weswegen sie nicht zu den wesentlich agileren Konkurrenten, den männlich aufgestellten "Treblemakers" aufschließen können. Becas Versuche, die Gruppe moderner zu gestalten, treffen jedoch stets ins Leere... Irgendetwas musste ja dran sein an diesem Film - immerhin hat die Geschichte um eine weibliche College-A-cappella-Gruppe zwei ebenfalls sehr...

John Carpenter's Trash-Show: Filmkritik zu "Die Mächte des Wahnsinns"

Sein neuester Horror-Roman steht vor der Veröffentlichung und plötzlich fehlt von Starautor Sutter Cane (Jürgen Prochnow) jede Spur. Stattdessen neigen die Leser seiner bisherigen Werke plötzlich zu merkwürdigem, extrem gewalttätigen Verhalten. Der Privatdetektiv John Trent (Sam Neill) wird damit beauftragt, das Verschwinden Canes zu untersuchen, nachdem er selbst beinahe das Opfer eines von dessen wahnsinnig gewordenen Lesers geworden wäre. Dabei wird er von Canes Lektorin Linda Styles (Julie Carmen) begleitet, die selbst noch keinen Blick auf die neueste Lektüre ihres Klienten werfen durfte. Die Spuren führen zu einem auf keiner Karte verzeichneten Städtchen namens Hobb's End... ein Ort, über den Cane scheinbar geschrieben hat und in welchem mysteriöse Dinge vor sich gehen. Zu John Carpenter verbindet mich keine große Liebe - natürlich habe ich kultige Werke aus seiner Feder wie "Das Ding aus einer anderen Welt" oder den originalen Slasher-Kult "Halloween" g...