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Independence Day

Jeder Filmfan hat seine All-Time-Favorites, meist zusammengesetzt aus den Werken, mit denen er Erinnerungen verbindet, die vielleicht auch aus der Kindheit und Jugend stammen und die man immer wieder gerne sieht. Das sind dann auch gerne Filme, die für andere Menschen verwirrend wirken. Aber eben jedem das seine und ich liebe nun mal Unterhaltungsstreifen, die andere meistens eher als "okay" abtun. So auch "Independence Day", den ich als Kind sah, damals genial fand und der für mich seitdem nichts von seiner Faszination verloren hat. Und das, obwohl es im Grunde "nur" Popcorn-Kino ist. INDEPENDENCE DAY Als auf einmal überall auf der Welt Raumschiffe in der Größe von Städten auf der Erde auftauchen und sich in Position bringen, ist die Panik groß. In der Hoffnung auf einen friedlichen Besuch der außerirdischen Wesen bemüht sich Präsident Whitmore (Bill Pullman) um eine Kontaktaufnahme. Doch der Fernsehtechniker David Levinson (Jeff Goldblum) entdeckt ei...

Sleepy Hollow

Wer einen Film von Tim Burton sieht, der weiß, auf was er sich einlässt: Seine Filme sind skurill, meist spaßig, fantasievoll und einfach nicht von dieser Welt. Und auch wenn sich Burton in letzter Zeit leider nicht mehr wirklich weiterentwickelt hat und immer mehr nach Vorgabe dreht, so sind seine älteren Werke im Grunde fast alle (bis auf den unsäglichen "Planet der Affen" von 2001) noch einen Blick wert. So auch "Sleepy Hollow", in welchem Tim Burton gemeinsam mit seinem Freund Johnny Depp die Sage um den kopflosen Reiter spaßig und angenehm schaurig neu aufbereitet. SLEEPY HOLLOW Ichabod Crane (Johnny Depp) wird von seinen Vorgesetzten in das verschlafene Dörfchen Sleepy Hollow entsandt, in welcher schreckliche Morde geschehen. Jedes Mal werden die Opfer enthauptet und die Köpfe bleiben verschollen. Die Bewohner des Dorfes glauben an einen kopflosen Reiter, eine Art Geist aus der Hölle auf einem Rachefeldzug. Crane selbst jedoch ist davon überzeugt, es mit e...

Was passiert, wenns passiert ist

Wir kennen das Prinzip aus gelungenen Komödien wie "Happy New Year" oder dem grandiosen "Tatsächlich... Liebe". Viele, voneinander unabhängige Handlungsstränge, alle irgendwie unter einem Thema versammelt, eine Menge bekannter Namen, jede Menge Spaß, viel Romantik und mal mehr, mal weniger gelungene dramatische Einschübe: Der perfekte Film für alle, die nicht gegen Kitsch allergisch sind. Solche Streifen garantieren hohe Einnahmen und stoßen garantiert niemandem vor den Kopf. Und der 2012 erschienene "Was passiert, wenns passiert ist", der sich mit der Schwangerschaft und dem sehnsüchtigen Kinderwunsch auseinandersetzt, passt genau in diese Kerbe. WAS PASSIERT, WENNS PASSIERT IST Fünf Haupthandlungen hätten wir hier. Da wäre die strikt durchplanende Wendy Cooper (Elizabeth Banks) und ihr Ehemann Gary (Ben Falcone), die es nach langer Zeit endlich zu einer Schwangerschaft geschafft haben, die jedoch im Clinch mit Garys Vater Ramsey (Dennis Quaid) stehen...

Die Eiskönigin - Völlig unverfroren

Kaum ein Studio hat wohl eine solch makellose Bilanz vorzuweisen wie die Disney Animation Studios (womit ich Pixar deutlich ausgrenzen will, denn die haben mit "Cars" und der noch mieseren Fortsetzung ja schon ab und an in die Tonne gegriffen). Selbst schwächere Filme wie "Atlantis" oder "Bolt" hatten noch immer wundervolle Unterhaltung zu bieten, weshalb ich mich, vor allem nach den letzten Meisterwerken "Rapunzel" und "Ralph reichts" auf jeden neuen Disney-Streifen freue. Nun konnte ich auch endlich "Die Eiskönigin" sehen und erwartete einen Film, der den Geist von "Rapunzel", einem meiner Favoriten des Mausstudios, atmen konnte. Leider wurde ich dabei ziemlich enttäuscht... DIE EISKÖNIGIN Elsa lebt mit ihrer jüngeren Schwester Anna in einem Schloss im Königreich Arendelle. Seit ihrer Geburt besitzt sie eine Gabe, welche ihr die Macht über Eis und Schnee verleiht. Da sie diese jedoch nicht kontrollieren kann un...

Shutter Island

Martin Scorseses "Shutter Island" sah ich seinerzeit im Kino und war, ganz im Gegensatz zu so ziemlich jedem, mit dem ich mich bislang über den Film unterhalten habe, ein wenig enttäuscht. Nun habe ich den Streifen nach gut vier Jahren noch einmal gesehen und fand ihn besser als damals. Ein Meisterwerk, wie man es von Scorsese erwarten durfte, ist es aber dank einiger Schwächen trotzdem nicht geworden. SHUTTER ISLAND US-Marshall Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und sein Partner Chuck Aule (Mark Ruffalo) werden auf die Insel Shutter Island befohlen, auf welcher seit Jahren eine Nervenheilanstalt, geführt von dem Psychiater Dr. John Cawley (Ben Kingsley), liegt. Eine anscheinend hochgefährliche Patientin ist unter unbekannten Umständen aus ihrer Zelle ausgebrochen und befindet sich auf dem von der Außenwelt abgeschnittenen Eiland auf der Flucht. Während Teddy seine Untersuchungen anstellt, muss er jedoch feststellen, dass auf dieser Insel lange nicht alles so ist, wie es s...

Silver Linings

Ich habe in meinen Beiträgen zum "Tribute von Panem"-Franchise ja schon deutlich gemacht, wie sehr ich Jennfier Lawrence vergöttere. Im Grunde wäre es richtig, hier in der Einführung noch einmal kurz auf sie einzugehen, immerhin hat sie für "Silver Linings" absolut verdient den Oscar mit nach Hause nehmen dürfen. Aber ich mag mich nicht wiederholen. Also springe ich gleich mal in die Kritik zu einem der liebenswertesten, schönsten und romantischsten Filmerfahrungen, die ich bislang machen durfte... SILVER LININGS Pat (Bradley Cooper) kommt frisch aus einer psychiatrischen Klinik nach Hause zu seinen Eltern (Robert De Niro, Jackie Weaver). Sein einziges Ziel: Die verkorkste Ehe zu seiner Frau Nikki (Brea Bee) wieder in den Griff zu bekommen. Leider steht ihm dabei eine einstweilige Verfügung im Weg, welche dem labilen und eventuell sogar noch gefährlichen Pat untersagt, in Kontakt mit Nikki zu treten. Einzige Lösung scheint dabei die ebenfalls ziemlich durchgekna...

Drive

Der Hype. Jaja, der Hype. Ich selbst sehe mich oft als ein Opfer davon und springe ab und an auf den Zug der hohen Erwartungen auf, um dann gerne enttäuscht zu werden. Um "Drive" baute sich ein solcher Hype schnell auf. Der Film kam um die Ecke, war plötzlich da, Kritiker waren Feuer und Flamme und es hagelte Preise für Regie und Darsteller. Denen kann man hier auch nichts ankreiden, allerdings mal wieder dem Hype, denn diesem hält "Drive", der als Meisterwerk und als einer der einschneidensten und wichtigsten Filme der letzten Jahre berufen wurde, in keinem Maße stand. Tagsüber arbeitet der namenlose Fahrer (Ryan Gosling) beim Film, nachts hilft er bei Raubüberfällen. Er ist ein Profi in dem was er tut, als Charakter jedoch eine kalte Person... bis er seine neue Nachbarin Irene (Carey Mulligan) kennenlernt. Der Vater ihres Sohnes kommt soeben frisch aus dem Gefängnis und wird in böse Machenschaften verwickelt, in denen auch der Fahrer bald drinsteckt. Plötzlich s...