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Foley zum Zweiten: Filmkritik zu "Beverly Hills Cop II"

Eigentlich ist Axel Foley (Eddie Murphy) noch immer in Detroit tätig. Ein neuer Fall führt ihn jedoch zurück nach Beverly Hills, treibt dort doch der sogenannte Alphabet-Killer sein Unwesen, der den Ordnungshütern stets Nachrichten mit einem verschlüsselten Code an den Tatorten hinterlässt. Nachdem im Zuge der Taten des Killers ein Polizist ums Leben gekommen ist, schaltet sich Foley selbst ein... und verbündet sich dabei auch mit seinen alten Kumpanen John Taggert (John Ashton) und Billy Rosewood (Judge Reinhold), um den Mörder dingfest zu machen. Schon bald ahnt dieser jedoch von Foleys Anwesenheit und greift dessen Verbündete an. Da die Sache nun persönlich geworden ist, muss Foley andere Seiten aufziehen...

Nun gut, ganz so anders sind diese Seiten natürlich nicht. Ganz im Gegenteil sogar, denn "Beverly Hills Cop II" verlässt sich fast voll und ganz auf die todsichere Mixtur, die auch den ersten Teil bereits zu einem durchschlagenden (und in dieser Form auch überraschenden) Superhit machte. Dementsprechend kalauert sich Axel Foley auch hier wieder dauerplappernd und mit einigem Slapstick durch einen eigentlich recht düsteren Kriminalfall. Der Action-Quotient wurde (vermutlich aufgrund eines höheren Budgets) recht eindeutig in die Höhe geschraubt, weswegen wir nun mehr spektakuläre Verfolgungsjagden und Shootouts genießen dürfen als noch im Vorgänger. Mit "Top Gun"-Regisseur Tony Scott und Starproduzent Jerry Bruckheimer saßen dabei auch genau die richtigen Männer am Knüppel, um eben diese Actionmomente angenehm kinetisch zu inszenieren - da darf mehr als einmal richtig gestaunt werden, wenn Laster durch die Innenstadt von Beverly Hills gesteuert werden und eine Schießerei mit einer ganzen Gang aus Bösewichtern vollkommen ausartet.
Die Geschichte, die diese Actionszenen zusammenhält, ist jedoch wie bereits im Vorgänger reichlich dünn geworden. Immerhin bekommt Foley diesmal ein persönliches Motiv, welches auch der Zuschauer aufgrund der Sympathie zu einem hier weiterhin eingebundenen Charakter durchweg nachfühlen kann. Viel ändert sich an Foleys Herangehensweise dabei aber nicht, denn die Mixtur aus Humor, Action und eher unkoordiniert ablaufendem Kriminalfall bleibt wie gehabt bestehen - die Fans des Erstlings wissen dementsprechend, was sie bekommen. Da mich der erste Teil aber auch bereits nicht völlig umgehauen hat, ist diese Wiederholung des Altbekannten für mich erneut nur ein recht nettes, diesmal actionlastigeres Vehikel gewesen, welches mich abseits einiger flotter Sprüche eher kaltgelassen hat und immer wieder recht zäh auf der Stelle tritt. Dabei bleiben auch die Bösewichter, obwohl von einer eiskalt agierenden Brigitte Nielsen angeführt, ziemlich blass.
Aber man schaut sich diesen Film natürlich vor allem wegen seinem Hauptdarsteller an und Eddie Murphy agiert mit enormem Improvisationstalent wie gehabt ziemlich genial - sogar noch ein wenig aufgedrehter, aber auch lebendiger als im ersten Teil. Auch wenn nicht jeder Spruch sitzt, so gibt es bei Murphys Dauer-Monologen immer wieder genug zu lachen. Die Einbindung einiger alter Bekannter aus dem Vorgänger funktioniert ebenfalls ganz ausgezeichnet. Schon im ersten Teil war das sympathische Cop-Duo Rosewood und Taggert irgendwie das Salz in der Suppe, welches sogar dem Hauptdarsteller bisweilen die Butter vom Brot zu nehmen wusste... und das ist im zweiten Teil wieder so. Natürlich gehört Eddie Murphy die große Bühne, doch wie sich John Ashton und Judge Reinhold zum zweiten Mal ziemlich über ihren Job und die großen Wummen, die sie letztendlich auspacken dürfen, freuen, bringt einen anderen, deutlich herzlicheren Humor ein, den dieser Film auch dringend nötig hat. Viel fürs Herz gibts derweil nämlich nicht, sondern eher was fürs Zwerchfell. Auch das ist aber natürlich absolute Absicht.

Fazit: Für Fans des ersten Teils sollte "Beverly Hills Cop II" in einer fast kompletten Wiederholung der bereits bekannten Mittel ähnlich gut funktionieren - neben dem tollen Hauptdarsteller und einigen flotten Sprüchen hat es aber auch die dünne Handlung ins Sequel mit rübergeschafft.

Note: 3-



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