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Total originell (meistens): Filmkritik zu Amazon's "Totally Killer"

Im Jahr 1987 ermordete der sogenannte "Sweet 16"-Killer drei junge Frauen, alle getötet durch jeweils sechzehn Messerstiche. 2023 ist die sechzehnjährige Jamie (Kiernan Shipka) vor allem durch das Trauma ihrer Mutter Pam (Julie Bowen) belastet, waren alle damaligen Opfer doch ihre Freundinnen. Nun erhält Jamie jedoch eher unfreiwillig die Chance, den Killer von damals dingfest zu machen und womöglich sogar dessen blutige Taten zu verhindern: Als dieser nämlich in der Gegenwart wieder aktiv wird, reist sie per Zeitmaschine zurück ins Jahr 1987. Dort beschließt sie sogleich, die damaligen Opfer und auch ihre nun erst sechzehnjährige Mutter (Olivia Holt) zu beschützen... wobei sie jedoch auch aufpassen muss, durch ihr Eingreifen die Zukunft nicht so arg abzuändern, dass sich am Ende gar ihr ganzes Leben auflöst. Man merkt, dass Jason Blum als Produzent hier seine Finger im Spiel hatte - der hat zumeist ja ein sehr glückliches Händchen für originelle Horrorstoffe und liefert deme...

Ermittler Goldberg: Serienkritik zur vierten Staffel von "You - Du wirst mich lieben"

Joe Goldberg (Penn Badgley) hat sich nun unter neuem Namen nach London abgesetzt, nachdem er in Amerika seinen Tod vortäuschte. Als Literaturprofessor an einer Universität wirkt er zwar etwas überholt, kann jedoch schnell Fuß fassen unter der dort angesessenen Prominenz. Es könnte alles so gut sein, wären da nicht seine Gedanken an die untergetauchte Marianne (Tati Gabrielle), die er zurücklassen musste... und würde nicht eines Tages plötzlich eine Leiche auf seinem Wohnzimmertisch liegen. Joe stellt fest, dass er diesen Menschen diesmal nicht ermordet hat. Stattdessen scheint ein Unbekannter ein perfides Spiel mit ihm zu spielen, vermutet dieser doch, dass er es hier tatsächlich mit dem für tot erklärten Goldberg zu tun hat. Nun muss Joe selbst als Ermittler agieren, um den Mörder zu enttarnen und somit seinen eigenen Hals aus der Schlinge zu ziehen, die ihm umgelegt wurde... Es ist alles ein bisschen anders diesmal und dennoch bleiben die Macher ihren Wurzeln treu - das war ja aber s...

Schaurige Langeweile: Filmkritik zu Disneys "Geistervilla"

Sie haben kaum einen Schritt in ihr neues Heim gewagt und haben schon ein großes Problem: Die alleinerziehende Mutter Gabbie (Rosario Dawson) und ihr Sohn Travis (Chase W. Dillon) machen die Bekanntschaft mit einer ganzen Armada aggressiver Geister in ihrem Haus. Da eine Flucht nicht mehr möglich ist, ohne dass der Spuk ihnen überall hinfolgt, muss Hilfe her. Diese wird in Form des Wissenschaftlers Ben Matthias (LaKeith Stanfield) gefunden, der zwar eigentlich nicht an Geister glaubt, angesichts der Geschehnisse in der düsteren Villa aber rasch bekehrt ist. Da nun auch an ihm der Spuk haftet, beschließt Matthias der Familie aus der Patsche zu helfen und herauszufinden, wie man diesen beenden kann. Dabei schließen sich nach und nach auch der Priester Kent (Owen Wilson), das Medium Harriet (Tiffany Haddish) und der schusselige Professor Bruce Davis (Danny DeVito) der Geisterhatz an... Von den zahlreichen Flops, die Disney im Jahr 2023 verkraften musste, war dieser bislang vielleicht der ...

Dichtes, aber auch arg langes Regie-Debüt: Filmkritik zu Netflix' "Reptile"

Der erfolgreiche und als knallharter Ermittler bekannte Detective Nichols (Benicio Del Toro) wird mit einem Fall betraut, den er so eigentlich nicht haben wollte: Die Immobilienmaklerin Summer Elswick (Matilda Lutz) wird in einem Haus, welches sie an diesem Abend einigen Interessenten zeigen wollte, brutal ermordet. Nichols und sein Partner Dan Cleary (Ato Essandoh) hängen sich als erstes an Summers Freund Will Grady (Justin Timberlake), doch dessen Alibi scheint stichhaltig. Als Nichols weiter nachbohrt, erkennt er, dass sich viele potenzielle Verdächtige in Summers Dunstkreis tummeln, da diese manch einen Feind gegen sich aufgebracht hat. Noch rechnet er allerdings nicht damit, dass er mit seinen weitschweifenden und genauen Ermittlungen in ein Wespennest stechen wird... Das Regiedebüt des einstigen Musikvideo-Creators Grant Singer kann sich bei Netflix durchaus sehen lassen. Singer erschafft durch stimmige Aufnahmen eine düstere und schneidende Atmosphäre, die sich in kleinen und gr...

Kult? Nicht für mich: Meine Erstsichtungen vom 25.09.23 bis zum 01.10.23

Geht es euch auch manchmal so? Ihr seht zum ersten Mal diesen einen Film, den die ganze Welt liebt, der förmlich Kultstatus erlangt hat und den ihr deswegen natürlich ebenfalls mögen wollt - mal ganz abgesehen von den hohen Erwartungen, die solch ein Status mit sich bringt. Und dann geschieht es: Ihr könnt vielleicht nachvollziehen, warum so viele Menschen diesen Film mögen, doch mit euch selbst macht er nichts. Oder ihr mögt ihn sogar gar nicht, ärgert euch förmlich darüber. Dies ist mir schon desöfteren passiert (auch wenn es im direkten Vergleich Filme gibt, die ich abgöttisch liebe, die jedoch von vielen anderen Menschen nicht gemocht werden) und kam auch nun wieder vor. Doch lest selbst:  Die Braut des Prinzen: Fantasy-Abenteuer von Rob Reiner, mit Cary Elwes, Mandy Patinkin, Robin Wright, Wallace Shawn, Christopher Guest, Billy Crystal und Peter Falk Und hier ist er schon: Einer dieser Filme, den ich wirklich dringend mögen wollte, da ich mir über seinen Stand in der Popkultu...

Spielbergs persönlichstes Werk: Filmkritik zu "Die Fabelmans"

Der junge Sammy Fabelman (Gabriel LaBelle) wächst bei seinem Vater Burt (Paul Dano) und seiner Mutter Mitzi (Michelle Williams) auf und begeistert sich direkt nach seinem ersten Besuch in einem Kino für die Welt des Filmemachens. Die frühe Leidenschaft resultiert schon in seiner Zeit als Jugendlicher als festes Ziel... entgegen den Vorstellungen Burts, der darin zwar ein sehr kreatives Hobby, aber keine Möglichkeit für die berufliche Zukunft seines Sohnes sieht. Sammy jedoch versucht sich mit seiner Kunst durchzusetzen und kann mehr und mehr auch Familie und Freunde dafür begeistern. Alsbald jedoch schlägt ein familiäres Drama erste Kerben in Sammys Leben, als seine Mutter Mitzi ein tragisches Geheimnis offenbart. Es finden sich fiktive Namen darin und es weist auch keine Texttafel daraufhin, dass es sich hierbei um eine wahre Geschichte handeln sollte. Trotzdem ist der mehrfach oscarnominierte "Die Fabelmans" zumindest zum Teil autobiografisch inspiriert. Man bräuchte diese ...

Macht erstaunlich viel Spaß: Filmkritik zu "Cocaine Bear"

Im Jahr 1985 werden mehrere Taschen voller Kokain von dem tollpatschigen Drogendealer Andrew C. Thornton (Matthew Rhys) über einem Nationalpark aus einem Flugzeug abgeworfen. Dummerweise findet ein Schwarzbär die Ladungen und macht sich über diese her - aufgrund des Drogenkonsums läuft er daraufhin schier Amok und attackiert mehrere Touristen und Wanderer. Inmitten des Nationalparks treffen mehrere Personen auf den drogensüchtigen Bären und viele sollen ihre Begegnung mit dem wildgewordenen Tier nicht überleben. So sucht die Mutter Sari (Keri Russell) im Park nach ihrer verschwundenen Tochter Dee Dee (Brooklynn Prince), während die Drogendealer Daveed (O'Shea Jackson Jr.) und Eddie (Alden Ehrenreich) auf Befehl ihres Bosses Syd (Ray Liotta) nach den verlorengegangenen Drogen Ausschau halten... Den Zusatz "Basierend auf einer wahren Begebenheit" darf man hier selbstverständlich nicht ernstnehmen. So kam es im Jahr 1985 zwar tatsächlich zu einem Vorfall, während welcher ein...