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Heart Eyes - Der Pärchen-Killer

Schon in mehreren, US-amerikanischen Großstädten hat der sogenannte Heart Eyes Killer bereits gewütet und dabei mehrere Pärchen umgebracht - stets jedes Jahr pünktlich zum Valentinstag. Nun hat er sich auf den Weg nach Seattle gemacht, wo aufgrund eines neuen Mordfalls erhöhte Sicherheitsvorkehrungen am Tag der Liebe gelten. Dabei kann die alleinstehende Ally (Olivia Holt) aufgrund ihrer regelrechten Abneigung gegen die Liebe eigentlich recht sorglos durch den Tag gehen. Allerdings lernt sie ausgerechnet heute den charmanten und ebenfalls an ihr interessierten Jay (Mason Gooding) kennen... und zwischen den beiden sprühen tatsächlich die Funken. Schon bald heftet sich deswegen der Heart Eyes Killer an ihre Fersen, wobei sowohl Ally als auch Jay gegen ihre eigene Lebensgefahr heftig protestieren - denn sie sind doch gar kein Paar!

Die Genres Romantic-Comedy und Slasher-Horror miteinander zu verknüpfen, ist auch irgendwie wild. Allerdings ist im Jahr 2025 im Horror-Genre wirklich viel möglich, wie wir mittlerweile wissen, also warum nicht auch dieses Experiment wagen? Da mit Christopher Landon der Schöpfer von solch originellen Werken wie Freaky oder Happy Deathday mit an Bord war, durfte man hoffen, dass Heart Eyes ebenso rotzig und frech werden würde. Und das ist tatsächlich eingetreten, auch wenn man zu der Annahme kommen müsste, dass die beiden Teile dieses Films zusammengenommen kaum etwas Ganzes ergeben können. Hier wurde nämlich eine komplett klischeehafte Romanze mit einem komplett klischeehaften Slasher gekreuzt... und das Ergebnis ist trotzdem ziemlich cool und aufgrund dieser so extrem auch noch nicht gesehenen Verbindung dieser zwei völlig unterschiedlichen Genres auch recht originell. Denn Horror-Fans sollten durchaus aufpassen: Ja, Heart Eyes ist ein lupenreiner Slasher, aber zu rund fünfzig Prozent ist er auch eine Liebesgeschichte, weswegen diese seltsame Mischung tatsächlich in zwei Hälften aufgeteilt wird, die sich dann trotzdem recht rund anfühlen.
Das liegt einerseits an der schwungvollen Inszenierung, bei der während der Slasher-Parts hier und da ein paar Klischees umgesetzt, aber auch mal welche umgemodelt werden (Scream lässt ganz herzlich grüßen) und die ganze Nummer trotz einem schier gigantischen Leichenberg und einer für eine FSK 16 ziemlich ungehobelten Brutalität weitestgehend humorvoll angegangen wird. Das liegt aber auch an dem Hauptdarsteller-Paar, die hier sowohl in Sachen Romantik als auch in Sachen Kampfeslust entgegen den maskierten Liebes-Killer ordentlich auftrumpfen. Ganz besonders die mit vollster Inbrunst in den Ring steigende Olivia Holt macht als Hauptdarstellerin eine enorm gute Figur und hat auch allerlei Lacher auf ihrer Seite, ohne dass ihre Figur dabei zu etwas zu Albernem herangezüchtet werden würde. Fall-Star Mason Gooding sieht neben ihr nicht nur unverschämt gut aus, sondern zündet ebenfalls ein paar nette Oneliner. Und mit der noch recht neu durchstartenden Gigi Zumbado als Ally's beste Freundin Monica gibt es sogar im Humorbereich eine regelrechte Szenendiebin zu vermelden. Alteingesessene Horror-Fans freuen sich zudem über die Besetzung zweier echter Genre-Ikonen, wobei The Faculty-Star Jordana Brewster und Devon Sawa (der Hauptdarsteller aus dem allerersten, originalen Final Destination) passenderweise auch noch als recht spaßiges Cop-Duo auftreten dürfen. Und ja, einen herrlichen Spaß, den man wohl kaum besser platzieren könnte, erlaubt man sich auch in Hinblick auf ein großes Franchise, zu welchem Brewster ebenfalls gehört und was dabei einen der vielen, lauten Lacher des Films darstellt.
Man sieht also schon, diese Symbionte funktioniert: Die schräg angehauchte Romanze nimmt sich nie zu ernst, hat aber auch die typisch-kitschigen Momente zu bieten, die Genre-Fans erwarten. Und man nimmt sich während der ersten Hälfte zudem erstaunlich viel Zeit, um diese Liebesgeschichte in Gang zu bringen - etwas zu viel vielleicht, denn da diese weitestgehend aus dem Klischee-Baukasten stammt, kommt einem hier doch einiges recht bekannt vor. Die Auflösung des ganzen Treibens wird dann ebenfalls ziemlich absurd vorangetrieben, weswegen das große Finale neben allerlei Blut auch noch ein paar Überhöhungen vorzuweisen hat, die durchaus zu viel des Guten sind. Aber an diesem Punkt hat man sich mit diesem leichtfüßigen Slasher mit dem Herz am rechten Fleck bereits angefreundet. Das erstaunliche daran ist, dass sich dieser Film sowohl an Menschen richtet, die den Valentinstag lieben als auch an jene, die ihn nicht ausstehen können. Ein blutiger Slasher vor dem Tag der Romantik, der dabei allerlei verliebte Paare fachgerecht zerlegt und dennoch eine rührende Lovestory erzählt. Das ist trotz aller Schwierigkeiten einfach sehr charmant und hätte prinzipiell sogar das Zeug zu einem waschechten Franchise. Wenn man das Kernteam halten kann, wäre ich für weitere Ausflüge mit dem Hearts Eyes Killer definitiv bereit.

Fazit: Die Vermischung aus romantischer Komödie und derbem Slasher gelingt erstaunlich galant. Auch wenn nicht jeder Gag sitzt und sich die Ansammlung von Klischees manchmal selbst überholt, ist dieser Film nicht nur erfrischend frech und erstaunlich brutal, sondern daneben auch noch ziemlich romantisch. Kein Film irgendwelcher Tiefen, aber ein spaßiger und bisweilen überraschender Ausflug, der durchaus originell daherkommt.

Note: 3+



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