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Klaus

Da er die ständige Faulenzerei seines Sohnes nicht mehr erträgt, stellt der oberste Anführer der Postboten seinem verzogenen Zögling Jesper ein Ultimatum: Er wird ins entfernte Inselstädtchen Zwietrachtingen geschickt. Dort soll er innerhalb eines Jahres für die Zustellung von sechstausend Briefen verantwortlich sein - gelingt ihm dies nicht oder weigert sich Jesper, dreht sein Vater ihm endgültig den Geldhahn zu. Mehr als unzufrieden gibt Jesper nach und findet in dem völlig heruntergekommenen Dörfchen eine Einwohnerschaft vor, die sich gegenseitig bekriegt. Dabei macht er jedoch auch die Bekanntschaft mit dem einsamen Holzfäller Klaus... und bindet diesen in einen cleveren Plan ein, der ihm dabei helfen soll, ausgerechnet die Kinder des Dorfes dazu zu bringen, etliche Briefe an diesen zu verfassen und um Geschenke zu bitten. Ich bin spät dran, wenn es um Klaus geht. Nicht nur ist absolut nicht mehr Weihnachten, zudem ist der Film auch schon mehr als sechs Jahre alt. Damals hatte sich...

Eine Frage der Chemie

In den 50er Jahren arbeitet Elizabeth Zott (Brie Larson) bei "Hasting's" als Laborhelferin - trotz eines ausgezeichneten Abschlusses weigert man sich in dieser fast ausschließlich von Männern dominierten Umgebung, eine Frau als Wissenschaftlerin anzusehen und ihr und ihren Ideen so Möglichkeiten zur Entfaltung zu geben. Von diesem Umstand mehr als frustriert und kurz davor, ihre Berufung einfach aufzugeben, rennt sie schließlich dem bei "Hasting's" als ebenso schwierig wie brillant geltenden Calvin Evans (Lewis Pullman) in die Arme. Durch ihn erhält Elizabeth tatsächlich die Möglichkeit, an wirklich großen Dingen zu arbeiten, auch wenn am Ende höchstwahrscheinlich Calvin die Lorbeeren dafür ernten soll. Die Chance darauf, als Frau die gesamte Chemie-Abteilung auf den Kopf zu stellen, möchte sich Elizabeth aber dennoch keinesfalls durch die Finger gleiten lassen... Diese achtteilige Mini-Serie auf Apple TV Plus erzählt von dem Kampf einer Frau in einer schier...

The Prodigy

Bei seiner Geburt und auch in den nachfolgenden Jahren schien mit dem mittlerweile achtjährigen Miles Blume (Jackson Robert Scott) alles in Ordnung. Er stellte sich mit der Zeit als sehr intelligent, frühreif und clever heraus, was seine liebevollen Eltern Sarah (Taylor Schilling) und John (Peter Mooney) aber eher zu freuen als zu beunruhigen scheint. Doch plötzlich kommt es zu manch einem seltsamen Vorkommnis: Miles' Nanny erleidet einen schmerzhaften Unfall während eines abendlichen Versteckspieles und Miles selbst scheint im Schlaf eine fremde Sprache zu sprechen. Als es zudem zu einem gewaltvollen Ausbruch in der Schule kommt, sucht Sarah die Hilfe bei dem Wissenschaftler Arthur (Colm Feore)... der eine ebenso angsteinflößende wie erstaunlich passende Theorie zu dem zu haben scheint, was wirklich mit Miles los ist. Eigentlich habe ich hier im Grunde nur einen weiteren, rasch heruntergefilmten Horror-Stinker (oder gar -Langweiler) erwartet, nachdem diverse Online-Kritiken doch z...

Paris kann warten

Der erfolgreiche, amerikanische Filmproduzent Michael Lockwood (Alec Baldwin) befindet sich gerade mit seiner Ehefrau Anne (Diane Lane) auf Geschäftsreise in Europa. Nach einem Besuch beim Filmfestival in Cannes soll die Reise eigentlich weiter nach Paris gehen, wo die beiden gemeinsam Urlaub machen wollen. Wegen eines kurzfristigen Termins muss Michael jedoch nach Budapest fliegen. Da seiner Frau der Flug wegen einer Ohrenentzündung untersagt wird, springt Michaels französischer Geschäftspartner Jacques (Arnaud Viard) ein. Dieser schlägt vor, Anne mit dem Auto nach Paris zu kutschieren, wo die beiden Eheleute dann wieder aufeinander treffen können. Allerdings scheint Paris nicht das vorrangigste Ziel zu sein, denn Jacques unternimmt viele Pausen und Abwege, um der Amerikanerin seine Heimat näherzubringen... und vielleicht auch ihr vergebenes Herz erobern zu können. Der erste, abendfüllende Spielfilm der im Jahr 2024 verstorbenen Eleanor Coppola, Ehefrau des Kult-Regisseurs Francis For...

Halston

Noch in den 60er Jahren krähte kaum ein Hahn nach dem extravaganten Mode-Designer Roy Halston Frowick (Ewan McGregor). Der ist sich jedoch von Anfang an bewusst, dass nur eine prominente Person seine Sachen tragen muss, um alles von jetzt auf gleich zu ändern. Und so kommt es tatsächlich: Schon bald verbindet ihn eine enge Freundschaft zu der aufstrebenden Sängerin Liza Minnelli (Krysta Rodriguez) und nur wenige Jahre später ist der Name Halston eine echte Marke in der Modeindustrie. Doch mit dem Erfolg kommen auch die Schattenseiten des Ruhms zu Tage: Halston, schon zuvor kein einfacher Mensch, wird immer jähzorniger und wütender, Geld und Drogen verderben seinen Charakter, bis sein unmittelbarer Sturz von ganz oben bevorsteht... Von dem Mode-Designer Roy Halston hatte ich zuvor noch nie bewusst gehört, doch tut mein Wissen und meine Meinung in diesem Thema nichts zur Sache - von Mode verstehe ich ungefähr so viel wie von höherer Mathematik, man mag mir da also bitte nicht zu böse sei...

Caddo Lake

Die Gebiete rund um den Caddo Lake sind nicht die gemütlichsten - erst recht nicht für die junge Ellie Bennett (Eliza Scanlen), die dort mit ihrer Familie fast täglich im Clinch liegt und dabei vor allem ihrer Mutter Celeste (Lauren Ambrose) aus dem Weg zu gehen versucht. Nur zu ihrer kleinen Schwester Anna (Caroline Falk) bewahrt sie eine innige Verbindung. Zur gleichen Zeit verdaut der auf dem Lake arbeitende Paris (Dylan O'Brien) gerade eine familiäre Tragödie, die er jedoch nicht als solche wahrhaben möchte und deswegen verbissen nach Antworten sucht. Als die kleine Anna eines Tages auf dem See verschwindet und eine Suchaktion eingeleitet wird, werden sowohl Ellie als auch Paris in die Geheimnisse, die dieser Ort mit sich bringt, eingeweiht... und entdecken dabei Verbindungen zwischen verschiedenen Geschehnissen, die sie niemals für möglich gehalten hätten. Dieser Film gehört zu der (mittlerweile äußerst seltenen) Sorte der Filme, von denen man zuvor am besten so gut wie nichts...