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David Cronenburg ist zurück... ohne Budget: Filmkritik zu "Crimes of the Future"

In einer trostlosen Zukunft sind viele Menschen nicht mehr in der Lage, physischen Schmerz zu spüren. Dies nutzen Saul (Viggo Mortensen) und Caprice (Lea Seydoux) aus, um eine sehr spezielle Performance-Art zum Leben zu erwecken, während welcher neuartige Organe im Körper herangezüchtet werden, um diese vor einem Publikum schließlich zu entfernen. Diese Art der Kunst findet unter anderem in dem Bürokraten Wippet (Don McKellar) und seiner schüchternen Assistentin Timlin (Kristen Stewart) glühende Anhänger, ruft aber auch die Behörden auf den Plan. Und Saul nutzt die Gunst der Stunde schließlich sogar, um an einem Wettbewerb teilzunehmen, der die Grenzen dieser Performance Art in jeglicher Weise sprengen könnte... Betrachtet man es mal aus der Sichtweise eines kühlen Geldgebers, ist es im Grunde mehr als verständlich, dass dem Kultregisseur David Cronenberg, der immerhin solch prestigeträchtige Werke wie "Die Fliege" oder "A History of Violence" erschaffen hat (eben...

Clint Eastwood fliegt ins All: Filmkritik zu "Space Cowboys"

Vierzig Jahre lang wollte Frank Corvin (Clint Eastwood), ehemaliger Pilot der United States Air Force, nichts anderes als ins Weltall zu fliegen, doch sein Traum sollte sich nie erfüllen. Rund vierzig Jahre nach seiner letzten, knapp verpassten Chance erhält er jedoch doch noch einen Versuch: Ein russischer Satellit ist aus seiner Umlaufbahn geraten, da das dort installierte Computerprogramm nicht mehr richtig funktioniert... das Programm, welches Corvin damals entwickelt hat. Nun soll er gemeinsam mit mehreren Astronauten in den Orbit fliegen, um das Ding vor seinem möglicherweise katastrophalen Absturz zu reparieren. Für diese Mission wird jedoch nicht nur Corvin reaktiviert, tritt die NASA doch auch an seine damaligen Kollegen an. Für Corvin bedeutet dies auch ein bittersüßes Wiedersehen mit seinem Rivalen William Hawkins (Tommy Lee Jones)... Die (komödiantische) Ausgangslage erinnert ein wenig an den Katastrophen-Thriller "Armageddon" - hüben wie drüben werden Astronaute...

Liam Neeson darf endlich (wieder) alt sein: Filmkritik zu "The Marksman - Der Scharfschütze"

Der pensionierte US-Marine Jim Hanson (Liam Neeson) lebt allein mit seinem Hund Jackson auf einer kleinen Farm nahe der Grenze zwischen Arizona und Mexiko. Auf einer Patrouillenfahrt an dem Grenzzaun begegnet er der jungen Mutter Rosa (Teresa Ruiz) und ihrem Sohn Miguel (Jacob Perez), die gerade vor gewalttätigen Häschern eines Kartells ins US-Gebiet flüchten. Hanson nimmt sich den beiden an und liefert sich ein kurzes Feuergefecht mit den anrückenden Kriminellen. Daraufhin müssen die drei fliehen, scheinen jedoch keinen echten Zufluchtsort zu haben, da sogar die örtliche Polizei teilweise mit den mexikanischen Kartellen zu interagieren scheint. Während Hanson und Jacob sicheres Gebiet suchen, hängen ihnen die Kartell-Verbrecher förmlich an den Fersen... denn deren Anführer Maurico (Juan Pablo Raba) möchte unbedingt Rache für einen der Männer nehmen, die Hanson bei dem Gefecht erschossen hat. In den zahllosen Actionfilmen, die Liam Neeson im Herbst seiner Hollywood-Karriere förmlich ra...

Jenna Ortega beherrscht diesen Film: Filmkritik zu "The Life After"

Die sechzehnjährige Vada (Jenna Ortega) befindet sich gerade mit ihrer Schulkameradin Mia (Maddie Ziegler) auf der Schultoilette, als sie Schüsse auf dem Flur vernehmen. Mehrere Schüler und Schülerinnen sterben bei dem Amoklauf an ihrer Schule und Vada muss in den Tagen und Wochen danach lernen, mit diesem Trauma fertig zu werden. Sie flüchtet sich in die Gesellschaft von Mia, die sie zuvor praktisch nicht kannte, nun jedoch als eine Art Gefährtin ansieht. Währenddessen versucht Vadas Kumpel Nick (Will Ropp) als einer der Überlebenden des Amoklaufs, eine Bewegung zu erschaffen, die solcherlei Bluttaten in Zukunft verhindert. Dabei sucht er auch Vadas Unterstützung, die sich in ihrer eigenen Angst jedoch nicht aufraffen kann, etwas Größeres zu tun... Spätestens der gigantische Erfolg der Netflix-Serie "Wednesday" im vergangenen Herbst hat es bewiesen: Jenna Ortega ist eine der wichtigsten, vielleicht sogar die wichtigste US-Schauspielerin ihrer Generation, die bereits im Alter...

Keine Zweifel erlaubt: Filmkritik zu "Den Himmel gibts echt"

Für die Familie von Todd Burpo (Greg Kinnear) sind harte Zeiten angebrochen - Rechnungen stapeln sich und Todd ist trotz mehrerer Jobs und Aushilfsarbeiten kaum dazu fähig, diese zu bezahlen. Der nächste Tiefschlag lauert, als sein vierjähriger Sohn Colton (Connor Corum) einen Blinddarmdurchbruch erleidet und beinahe auf dem Operationstisch stirbt. Nach der überstandenen OP beginnt Colton zu erzählen, dass er den Himmel gesehen und den leibhaftigen Jesus Christus getroffen habe. Todd zweifelt an der Geschichte, doch mit der Zeit erzählt Colton auch von verstorbenen Verwandten der Familie... und berichtet von Details, die er so nicht wissen kann. Aufgrund dieser Erzählungen beschäftigt sich der Prediger Todd mehr mit dem Leben nach dem Tod, um herauszufinden, ob das, was sein Sohn gesehen hat, wirklich die Wahrheit sein kann. Ja, tatsächlich ist dieser Todd Burpo, obwohl er selbst als Prediger für seine Gemeinschaft tätig ist und dabei den Glauben an Gott bekräftigt, anfangs noch sehr s...

Trostloses Ende einer Kult-Reihe: Filmkritik zu "Die Schlacht um den Planet der Affen"

Die Revolution des aufständischen Affens Caesar (Roddy McDowall) gipfelte zum Höhepunkt des Konflikts in einem atomaren Holocaust - seitdem sind alle Städte unbewohnbar geworden. Jahre später führt Caesar eine Gruppe von Schimpansen und Gorillas an, die in ihrer Kommune auch relativ friedlich mit einigen Menschen zusammenlebt. Ohne Konflikte kommt diese Idylle aber nicht aus, weswegen Caesar an seinen Qualitäten als Anführer zweifelt und sich Antworten von seinen verstorbenen Eltern wünscht, die die Zukunft des Planeten, aus welcher sie damals reisten, kannten. Daraufhin reist Caesar gemeinsam mit dem Affen-Professor Virgil (Paul Williams) und dem befreundeten Menschen MacDonald (Austin Stoker) in die "verbotene Stadt" auf, wo er sich ebenjene Antworten erhofft. Unterdessen schürt der zornige Gorilla Aldo (Claude Akins) in der Gruppe einen gefährlichen Konflikt... Man darf schon ein wenig aufatmen - nach insgesamt fünf Filmen, von denen letztendlich nur einer wirklich gut und...

Das Original wird zum Prequel-Reboot: Filmkritik zu "Eroberung vom Planet der Affen"

Im Jahr 1991 hat sich nicht nur der Affe biologisch weiterentwickelt - eine Seuche hat dem Menschen zudem mit dem Aussterben sämtlicher Katzen und Hunde seine geliebten Haustiere genommen. Nun ist der Mensch dazu übergegangen, Menschenaffen als Sklaven zu halten - sie verrichten Jobs und werden unter furchtbaren Bedingungen gehalten. Der Zirkusdirektor Armando (Ricardo Montalban) beherbergt in dieser Zeit, rund zwanzig Jahre nach der Exekutierung von Zira und Cornelius, den totgeglaubten Affen Cäsar (Roddy McDowall), der letzte, hochintelligente Schimpanse auf dem Planeten. Cäsar darf sein wahres Wesen jedoch niemandem offenbaren, da die verängstigten Menschen ihn nach dem Vorfall von vor zwanzig Jahren sofort einsperren oder gar töten würden. Cäsar jedoch kann die schrecklichen Dinge, die seinen Artgenossen tagtäglich angetan werden, nicht mehr mitansehen... und plant für sich eine Revolution. Im Grunde war klar, wohin die Reise nach dem Ende von "Flucht vom Planet der Affen...