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Predator: Killer of Killers

Während der Zeit der Wikinger startet eine mutige Gruppe aus brutalen Kämpfern einen Angriff auf ihren Feind. Schon bald sieht sich die Gruppe jedoch einem Predator ausgesetzt, der mit viel moderneren und technisch unaufhaltsamen Mitteln kämpft. Im feudalen Japan begegnet schließlich ein Ninja einem dieser unerbittlichen Aliens, obwohl er eigentlich schon über beide Ohren in einen gefährlichen Konflikt mit seinem Bruder gefangen ist... doch die extraterrestrische Bedrohung erfordert seine gesamte Aufmerksamkeit. Im Jahr 1941 hadert ein junger Kampfpilot damit, während der dunklen Zeit des Zweiten Weltkriegs ernstgenommen zu werden. Als auch er es mit einem Predator zu tun bekommt, kann er sich endlich beweisen... sofern er diese Begegnung denn überlebt.

Ich war nie ein sonderlich großer Fan der Predator-Reihe, sondern zog im Grunde immer den nicht unbedingt sinniger weitererzählten, aber in sich geschlosseneren Alien-Kosmos vor. Trotzdem konnte ich anerkennen, dass das Predator-Franchise zumindest stets mutig und kreativ genug war, um neue Dinge auszuprobieren. Dinge, die dann zwar qualitativ nicht ganz überzeugten (tatsächlich gibt es in der langen Historie der Reihe keinen Film, der mir wirklich gefallen hat, nicht mal das Original), aber immerhin ruhte man sich nicht dauerhaft auf dem Altbekannten aus. Und das kann man einem Alien: Romulus, so gelungen und effektiv er letztendlich definitiv gewesen sein mag, ja schon vorwerfen. Predator hingegen versuchte sich gar schon in den Bereichen der Komödie und entführte uns zuletzt sogar in eine Zeit, in der Menschen noch gar nicht die herrschende Rasse auf diesem Planeten waren.
Ob ich zu dieser Franchise nun aber auch noch einen Animationsfilm sehen wollte, kann ich so nicht behaupten. Es scheint ein wenig so, als würde Disney (und dazu gehört die Reihe nach dem Aufkauf von 20th Century Fox ja mittlerweile) immer dann urplötzlich die Animations-Karte für Filme, die eigentlich im Realfilm-Sektor angesiedelt sind, spielen, wenn sie entweder nicht mehr wirklich wissen, in welche Richtung die Reihe läuft oder wenn sie Content produzieren müssen, um das Interesse der Fans an genau diesem Produkt wachzuhalten. Das konnte man zuletzt natürlich vor allem beim Marvel Cinematic Universe und beim Star Wars-Franchise bewundern, wobei Disney bei diesen beiden Reihen im Grunde eine Serie nach der anderen raushaute, völlig egal, ob diese nun etwas bewirkten. Bei Killer of Killers verhält es sich nun ähnlich, denn im Grunde wird hier zum gefühlt zwanzigsten Mal wieder eine neue Geschichte aus dem Film-Universum erzählt, die irgendwo ganz anders ansetzt und neue Fässer aufmacht... obwohl im Grunde jeder Film der Reihe bisher offen endete und niemals wieder an diese Handlungen angesetzt wurde. Man unternimmt zwar letztendlich einen Versuch, gewisse Fragezeichen zumindest wachzurufen, doch bis man an diesen Punkt angelangt ist, ist der Film im Grunde schon vorbei.
Und dieser Animationsfilm besteht, wie man es von Disney-Plus-Content gewohnt ist, fast nur aus Dauer-Action. Es wird sich ständig bekämpft, in minutenlangen Exzessen, bevor dann doch zwei Sätze gesagt werden dürfen, um anschließend sofort die nächste Actionszene einzuläuten. Diese sind nicht schlecht gemacht, doch da ich mich mit dem Zeichenstil und dem generellen Look nicht anfreunden konnte, haben mich auch die schwungvollsten Action-Choreos hier nicht wachrütteln können. Eine Handlung gibt es nur im Ansatz, die Dialoge sind stellenweise zum Fremdschämen peinlich. Und der Versuch, am Ende doch noch einen Deckel über das zu stülpen, was eigentlich eine Anthalogie und somit eine Sammlung von Kurzgeschichten ist, wirkt auch eher billig. Man spürt, dass das halt immer noch simpler Content ist, um den Streamingdienst zu füttern. Dabei will ich den Machern keinesfalls ihre künstlerischen Ambitionen für das Projekt absprechen, denn man merkt in vielen Details, dass hier durchaus mit Herz gearbeitet wurde. Nach vorne bringt so etwas das strauchelnde Franchise aber nicht, denn achtzig Minuten Dauerfeuer ohne jede Substanz werden wohl nur wenige Fans hinter dem Ofen hervorlocken... selbst wenn im Verlauf ein paar echte Schmankerl für die beinharten Fans warten, aus denen dann aber auch nicht viel mehr gemacht wird.

Fazit: Sicherlich kompetent inszenierter Animationsreißer, der Predator-Fans neuen Content liefert, der darüber hinaus aber wenig gehaltvoll nur eine Aneinanderreihung von Actionszenen in einem höchst gewöhnungsbedürftigen Zeichenstil liefert. Ich war nach zehn Minuten schon taubgeschossen, gehöre aber auch nicht zur Zielgruppe, weswegen mich die ganze Nummer absolut kaltgelassen und sogar genervt hat.

Note: 4-



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