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Oldboy (2013)

Amerikanische Remakes von asiatischen Filmen sind ja, besonders im Horror-Genre, absolut keine Seltenheit mehr und nur selten kommt etwas wirklich Gutes dabei heraus. Da ich mich bislang so gut wie nie mit dem asiatischen Kino beschäftigt habe, habe ich nur die Remake-Varianten von "Ring", "Grudge" und Co. gesehen, kann der Diskussion ob des Sinns dieser Remakes also nichts hinzufügen. Auch den Original-"Oldboy" aus dem Jahre 2003 habe ich, obwohl er mir oft empfohlen wurde, nie gesehen. Bevor hier also wieder böse aufgeschrieen wird, ich werde ihn schon noch nachholen. Denn das Remake von Spike Lee hat mich immerhin genügend überzeugt, dass ich da nun fortan gerne genauer hingucken möchte...

OLDBOY

Geschäftsmann Joe Doucette (Josh Brolin) wird eines Nachts von einem Unbekannten (Sharlto Copley) entführt und zwanzig Jahre lang in einem einsamen Hotelzimmer festgehalten... bevor er ebenso plötzlich wieder freigelassen wird. Joes Tochter befindet sich nun in Gefangenschaft, zudem ist er als Mörder seiner Ex-Frau gesucht, für die Tat, die er nie begangen hat. Um seine Tochter zu befreien, muss Joe nun die Identität der Übeltäter und den Grund für ihre Vergehen herausfinden. Dabei stehen ihm sein enger Freund Chucky (Michael Imperioli) und die gewissenhafte Ärztin Marie (Elizabeth Olsen) zur Seite.

Ich möchte hier kein Wort über das, wie bereits gesagt, von mir ungesehene Original verlieren und einfach über das schreiben, was ich gesehen habe, da ich hier nun eh keine Vergleiche ziehen könnte. Was ich gesehen habe, war also folgendes: Ein spannender, brutaler, kontroverser und top gespielter Rache-Thriller mit überraschenden Wendungen, famoser Action und einer intensiven Story. Josh Brolin spielt sich hier wahrhaftig die Seele aus dem Leib, Elizabeth Olsen, Shartlo Copley und Samuel L. Jackson geben hier ebenfalls einige bravouröse Leistungen ab, auch wenn der Auftritt von Letzterem leider etwas kurz ausfällt. Regisseur Spike Lee wäscht hier für den Hollywood-Markt nichts sauber, er geizt nicht mit Blut, nackter Haut, bösen Wortgefechten und schockierenden Handlungssträngen, die den ein oder anderen Zuschauer ohne dickes Fell schon ziemlich fertigmachen dürften. So unterhält "Oldboy" über seine etwas mehr als anderthalb Stunden praktisch wie am Schnürchen. Einzig die etwas krude Auflösung (die umständlich erklärt werden muss und auch nicht wirklich plausibel wirkt, aber nichts desto trotz schockiert), die scharf Mitdenkende vielleicht sogar im Voraus erraten dürften (ich habs wirklich nicht kommen sehen) sowie ein paar kleine Längen im Mittelteil trüben den positiven Gesamteindruck. Mit etwas Abstand werde ich mir also auch bald mal das Original zu Gemüte führen... und kann dann bald endlich den Vergleich ziehen. Ich hoffe, dass ich mir, da ich nicht gerade ein Fan vom Asia-Kino bin, damit keine Feinde mache.

Note: 2-

 

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