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Shaun of the Dead

Das Jahr 2004 war das offizielle Jahr des Zombies, damals brachen mit "Dawn of the Dead", "28 Days Later", "Die Nacht der lebenden Loser" und vielen weiteren mal mehr, mal weniger gute Zombie-Filme über uns herein und befüllten das klassische Genre mit viel Splatter und Gore. Beendet wurde das Jahr dann aber mit einer Parodie auf die Untoten: "Shaun of the Dead" hatte schnell einen Klassiker-Status inne und weiß auch, zu unterhalten. Leider holte mich der Humor und der krude Mix aus kindischem Spaß und extrem harten Splatter aber nicht wirklich ab.

SHAUN OF THE DEAD

Shaun (Simon Pegg) ist in einer Zwickmühle. Seine Freundin Liz (Kate Ashfield) möchte mehr Zeit mit ihm verbringen, gar mit ihm zusammenziehen, was jedoch schwierig erscheint, da Shaun mit seinem besten Freund aus Kindertagen, Ed (Nick Frost) zusammenlebt. Dass Ed weder arbeitet noch Miete zahlt, scheint Shaun nicht zu stören, doch langsam scheint seine Beziehung zu seiner Freundin durch Eds ständige Anwesenheit in die Brüche zu gehen. Es könnte kaum schlimmer kommen, als Liz Shaun tatsächlich eine Abreibung verpasst... bis in diesem Moment allerdings ein verheerender Virus einen Großteil der Bevölkerung in Zombies verwandelt. Shaun versucht nun, seine Liebsten zu retten und sich dabei Liz neu zu beweisen...

"Shaun of the Dead" macht einige Sachen richtig: Zum einen parodieren sie das Genre nicht einfach nur tumb, sondern erweisen den Splatter-Zombie-Filmen auch ihren Respekt, indem sie auch mal fernab vom Humor intensive, brutale uns einigermaßen spannende Szenen erschaffen. Auch die Schauspieler haben offensichtlich viel Spaß an der Sache gehabt, Simon Pegg, Nick Frost und Co. spielen sich mit viel Freude an Blödheit und Slapstick durch die Untoten und bringen uns dabei immerhin ab und zu zum Lachen... was jedoch eine Schauspiel-Legende wie Bill Nighy dazu trieb, eine derartig nichtssagende und unfordernde Rolle zu übernehmen, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Ohne großartige Längen schlägt sich "Shaun of the Dead" bis zum etwas zu großen und zu verästelten Finale relativ wacker... nur hat der Humor bei mir nicht so ganz gezündet. Es gibt eine Reihe wirklich guter Witze, so zum Beispiel Shauns Desinteresse an der Apokalypse, die er so gar nicht wahrnimmt... weil sich seine Mitmenschen ja bereits zuvor in ihrem langweiligen Alltagstrott wie Zombies benahmen. Oder ein paar starke Running Gags (Stichwort: "Er ist nicht mein Vater") oder auch ein paar schöne Ideen, wie man sich die Zombies nun vom Hals hält. Das reicht aber einfach nicht, da viele der erstmals guten Gags mit der Zeit wiederholt und zu Tode geritten werden, bis das alles wahrlich nicht mehr lustig ist... mit den Charakteren kann man sich, angesichts ihrer offensichtlichen Dämlichkeit, auch kaum identifizieren, dass das Finale dann plötzlich so todernst daherkommt und konsequent Charaktere verfüttert, wobei nicht ein Funken Humor durchblitzt, verfehlt sein Ziel, da vorher eben doch alles nur eine leichte Komödie war... der Mix der beiden Genres geht hier absolut nicht auf. Zuvor ist das alles einigermaßen charmant, aber nicht sonderlich originell, es tut nicht weh, sticht aber auch nicht hervor. Der englische Humor rettet einiges, kann aber nicht perfekt ins Deutsche übertragen werden, es empfiehlt sich also eine Sichtung im Original... sonst bleibts ein schnell vergessener Zombiefilm mit netten Witzchen und viel ungenutztem Potenzial.

Note: 3-

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