Direkt zum Hauptbereich

Der König der Löwen

Disney hat meine Kindheit maßgeblich mitbestimmt und noch heute sehe ich mir die älteren Klassiker der Zeichentrick-Ära sehr gerne an. Dennoch wird es in diesem Genre für mich wohl immer nur einen Favoriten geben. Ich liebe "Mulan", vergöttere "Die Schöne und das Biest", dennoch kommt nichts an den All-Time-Klassiker "Der König der Löwen" heran. Dieser ist meiner Meinung nach nicht nur der beste Disney-Zeichentrick-Film, es ist sicherlich auch einer der besten Filme aller Zeiten, der bis heute in meinen Top 5 der Lieblingsfilme ruht.

DER KÖNIG DER LÖWEN


Der kleine Löwenjunge Simba wird irgendwann ein schweres Erbe antreten. Als Sohn des Königs Mufasa, mit welchem er zusammen als Herrscher über das Geweihte Land am Königsfelsen lebt, wird er irgendwann den Platz seines Vaters einnehmen müssen. Würde es jedoch nach Mufasas Bruder und Simbas Onkel Scar gehen, würde niemand von beiden auf dem Thron sitzen. Deswegen schmiedet Scar einen grausamen Plan, um Simba und Mufasa aus dem Weg zu räumen, damit er selbst die Herrschaft übernehmen kann...

Ja, "Der König der Löwen" wird wohl für immer einer meiner Lieblingsfilme sein. Bis heute steht er in meiner persönlichen Liste auf Platz 4 der besten Filme, direkt nach meinen absoluten Lieblingen "Titanic" (Platz 3), "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" (Platz 2) und "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt" (Platz 1, noch immer unangefochten, auch wenn das kaum einer verstehen kann). Wieso das so ist, muss ich wohl eigentlich niemandem erzählen, der dieses meisterhafte Werk von Walt Disney jemals gesehen hat. Denn wer sich einmal von der unglaublichen Kraft der Bilder und der Geschichte überzeugt hat, der weiß, dass "Der König der Löwen" wahre Kinomagie ist, wie sie heute kaum noch zu finden ist. 
Der Film erzählt eine sehr erwachsene Geschichte, die sowohl für Kinder als auch für Ältere nahtlos funktioniert. Die Kleineren werden sich mit dem sehr sympathischen Humor zufrieden geben, bekommen jedoch auch auf sehr einfühlsame, streckenweise sehr düstere Art und Weise etwas über Leben und Tod beigebracht, über Pflichtgefühl, Angst und natürlich auch die große Liebe. Da Disney diese epochale Geschichte sehr ernst nimmt und sie tatsächlich wie ein Epos erzählt (trotz einer sehr kurzen Laufzeit von nur 88 Minuten), haben auch Erwachsene ihre wahre Freude daran, dürfen der enorm spannenden und dramatischen Geschichte folgen und sich von dieser Wucht förmlich in den Sessel drücken lassen. 
Die Charaktere sind klar nach Gut und Böse sortiert, dennoch stechen sie aus den ohnehin oftmals sehr gut gezeichneten Figuren der Disney-Welt hinaus: Scar ist einer der fiesesten und grausamsten Bösewichter der Filmgeschichte, Timon und Pumbaa gelten ebenso wie der ängstliche Vogel Zazu zu den beliebtesten Sidekicks und Held Simba dürfte auch heute noch für viele Kinder das große Vorbild sein. Mit hervorragend besetzten deutschen Synchronstimmen (u.a. sind sogar Thomas Fritsch und Hella von Sinnen zu hören) und einem grandiosen, oscarprämierten Soundtrack, der sicherlich zu den schönsten Scores gehört, die die Filmgeschichte je gesehen hat wird uns hier eine solche Kraft geboten, dass sie uns nicht mehr loslässt, die uns nicht enden wollende Gänsehaut beschert. 
Auch die wunderbaren Songs, die sich mal als schmissiger Popsong und mal als gefühlvolle Liebesballade auszeichnen, wird man wohl nie mehr vergessen, zählen sie doch ebenfalls zum Besten, was Disney je präsentiert hat. Und auch der Zeichenstil wirkt bis heute frisch und modern, obwohl "Der König der Löwen" bereits zweiundzwanzig Jahre auf dem Buckel hat, die man ihm jedoch keinesfalls ansieht, denn die Bilder lassen uns heute noch staunen. Ganz gleich, ob man einer der traurigsten Szenen von Disneys Geschichte beiwohnen muss, ob uns majestätische Landschaften oder intensive Actionmomente präsentiert werden, "Der König der Löwen" sieht einfach immer großartig aus und spricht sämtliche Gefühle, über Schmerz, Spaß und Spannung, an.
Fazit: Der beste Disney-Zeichentrickfilm aller Zeiten ist bis heute ein unsterblicher Klassiker. Die grandiose Musik, die majestätischen Bilder und die intensive Geschichte verzaubern noch immer Groß und Klein. Ein Meisterwerk!

Note: 1






Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Das Ende dieses Blogs

 An all meine treuen Leser*innen, ich machs kurz: Dieser Blog hat an dieser Stelle sein Ende gefunden. Gut zwölf Jahre haben sich meine Film- und Serienreviews hier angesammelt, doch nun werden sie an einer anderen Stelle ausgelagert. Ich bin mit meinen Filmreviews auf Letterboxd umgezogen, mein Account dort lautet Flolli und ihr findet ihn unter diesem Link:  https://boxd.it/jOAkX Meine Serienkritiken findet ihr zudem unter dem gleichnamigen Account auf Serializd:  https://www.serializd.com/user/Flolli/profile Zudem gibt es auch (seltener, aber ebenfalls erwähnenswert) Kritiken zu storylastigen Videospielen auf Backloggd:  https://backloggd.com/u/Flolli/ Ich hoffe, einige meiner treuen Leser*innen auf diesen Plattformen wieder zu treffen und euch auch dort noch genügend Lesestoff bieten zu können - es hat sich dort jedenfalls schon einiges angesammelt :) Auf bald, euer Flo

Anna und die Apokalypse

Teenagerin Anna (Ella Hunt) lebt eigentlich ein recht herkömmliches Highschool-Leben mit Verehrern, Hausaufgaben und manch einer jugendlichen Tragödie. Statt sich Schulfesten hinzugeben, ackert sie jedoch lieber für ein Flugticket raus aus den USA, um auf Reisen zu gehen. Diese Pläne werden jedoch plötzlich durchkreuzt, als in Annas Stadt eine Zombie-Apokalypse ausbricht. Erst nehmen sie und Annas und Freunde diese Sache mit Humor, doch als die Ernsthaftigkeit der Situation über sie hereinbricht, greifen sie zu allem, was sich durch einen Zombieschädel bohren lässt, um sich den Weg zur Highschool freizukämpfen. Dort sitzt nämlich Annas Vater Tony (Mark Benton) unter dem Kommando des verrückten Schulleiters Savage (Paul Kaye) fest... Man merkt schon - wirklich ernstnehmen tun die Macher rund um Regisseur John McPhail das immer noch allseits beliebte Zombie-Thema hier nicht und verpacken es daher dann auch, was in dieser Form tatsächlich noch unverbraucht ist, in ein buntes Musical. ...

The Dark Knight Rises

Nach Heath Ledgers Tod weigerte sich Christopher Nolan zuerst, einen weiteren Teil rund um den dunklen Ritter zu drehen. Erst, als eine fertige Geschichte im Raum stand, sagte Nolan zu und konnte so seine "Dark Knight"-Trilogie zu einem Abschluss bringen, welcher in puncto Einspielergebnisse sogar noch seinen direkten Vorgänger an den Kinokassen übertraf. Die Kritiker waren zwar nicht mehr so begeistert wie bei der Joker-Show, dennoch war auch hier der Tonus positiv. Und eigentlich ist Teil 3 dabei seinem Vorgänger doch ziemlich ebenbürtig... THE DARK KNIGHT RISES Acht Jahre nach dem Tod von Harvey Dent (Aaron Eckhart) hat sich Bruce Wayne (Christian Bale) in "Wayne Manor" zurückgezogen und auch sein Batman-Kostüm an den Nagel gehängt, da er mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen hat. Jedoch macht ihm auch sein schwindendes Vermögen Probleme und er wird von der Profieinbrecherin Selina Kyle (Anne Hathaway) bestohlen. Als sich der Verbrecher Bane (Tom Hardy) ...