Direkt zum Hauptbereich

Into the Blue

Nach dem tragischen Tod von Paul Walker im vergangenen Jahr ist der Schauspieler natürlich besonders durch seine Hauptrolle im "Fast and the Furious"-Franchise in Erinnerung geblieben. Eine Reihe, die qualitativ und kommerziell auf ihrem absoluten Höhepunkt war, dessen Zukunft nun aber noch immer ungewiss ist. Vergessen wurde vielerorts, dass Walker - neben der Rolle seines Lebens als Brian O'Connor - auch noch in vielen anderen Filmen mit dabei war. Einer der wenig beachteten Streifen war "Into the Blue"... wobei ich nach der nun erneuten Sichtung aber auch verstehe, warum sich an dieses Werk kaum einer einnert.

INTO THE BLUE

Jared (Paul Walker) und seine Freundin Sam (Jessica Alba) führen ein beschauliches Leben in der Karibik... zwar ohne das nötige Geld, aber mit in einer liebevollen Beziehung. Als die beiden eines Tages mit ihren Freunden Bryce (Scott Caan) und Amanda (Ashley Scott) einen Tauchgang wagen, entdecken sie ein abgestürztes Flugzeug, welches anscheinend zum Transport von Drogen benutzt wurde... und die vollständige Ware im Wert von hunderten Millionen. Ein Streit entbrennt, da Jared die Drogen nicht bergen möchte, Bryce jedoch scharf aufs Geld ist. Die Situation spitzt sich zu, als die gefährlichen Drogenbarone auftauchen, welche ihre Ladung gerne wieder haben möchten und daher die vier Freunde ins Kreuzfeuer nehmen...

Was "Into the Blue" ohne Wenn und Aber bieten kann und was ihn somit sogar recht ansehnlich macht, sind die wundervollen Aufnahmen der Karibik und die häufig eingestreuten und auch für die Handlung essentiell wichtigen Tauchgänge, bei welchen die vier Freunde Bekanntschaften mit Haien, verlorengegangenen Schiffwracks und verborgenen Schätzen machen. Eine tolle Kameraarbeit ermöglicht wunderschöne Bilder und das in Szene setzen der stählernen Bodys und knappen Bikinis, die dort in jeglicher Szene auf dem Bildschirm zu sehen sind. Die attraktiven Hauptdarsteller laufen zu einem Großteil des Films sehr knapp bekleidet umher und Fans von Walker und Alba werden sich daran sicher nicht stören... wenn das Werk abgesehen davon allerdings erstaunlich wenig bietet, ist das schon enttäuschend. Die Thriller-Story, welche die ganzen Tauchaufnahmen und die sexy Stars zusammenhalten soll, taugt nämlich nicht wirklich viel, ist nur mäßig spannend und nimmt zudem viel zu spät Tempo auf. Erst pünktlich zum Finale ist so etwas sie Nervenkitzel wirklich mal ab und an spürbar, auch wenn der Ausgang des ganzen Spektakels vorhersehbar ist und kaum jemanden, der sich ein wenig mit Filmen auskennt, überraschen dürfte. "Into the Blue" geht viel zu oberflächlich mit seinen blassen Charakteren um (Ausnahme ist hierbei der von Scott Caan noch recht flexibel gespielte Bryce) und spricht somit die Emotionen des Zuschauers nicht an. Somit eine Story-Pleite von beiden Seiten und ein recht kühler Film, der weder Interesse noch Spannung wecken kann. Jessica Alba und Paul Walker haben recht wenig zu tun, besonders letzterer zeigt sich aber auch keine sonderliche Blöße und kann eine solide Leistung erbringen, wohingegen Alba austauschbar bleibt. Ein kleines Schmankerl ist, neben einem hübschen Soundtrack, noch die Besetzung von Josh Brolin, dessen recht wenige Szenen wie immer jede Minute wert sind... leider wird auch seine Figur größtenteils in der unlogischen und teils sogar unfreiwillig komischen, weil vollkommen banalen Story verschenkt. Fazit: Schöne Bilder, schöne Menschen, schöne Ansätze, für mehr reicht es hier aber nicht, ein Film zum zwischendurch Spaß haben und schnell wieder vergessen.

Note: 4


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Eraser

Arnold Schwarzenegger, wohl neben Sylvester Stallone die Action-Ikone der 80er und 90er Jahre schlechthin, ist endlich zurück. Nachdem er sein Amt als Gouverneur von Kalifornien niedergelegt hat, dürfen wir ihn seit einiger Zeit endlich wieder in genügend rauen, spaßigen Actionfilmen wiedersehen. Auch wenn in der heutigen Zeit ganz klar Statham, Diesel und Co. die Actionhelden sind, macht es aber dennoch Spaß, den "Terminator"-Star wiederzusehen. Und natürlich auch seine vergangenen Filme, von denen ich bislang kaum einen gesehen habe und die ich nun mal nachholen möchte. Angefangen habe ich nun mit "Eraser" aus dem Jahr 1996... ERASER US-Marshall John Kruger (Arnold Schwarzenegger) arbeitet in einer geheimen Vereinigung der USA im Zeugenschutzprogramm. Darin beschützt er die Leben von Kronzeugen, welche vor Gericht Aussagen tätigen sollen und verschafft ihnen eine neue Identität, um sie vor dem Tod zu bewahren. Sein neuester Job ist eine junge Mitarbeiterin bei...

London Boulevard

Es gibt Filme, die lassen sich schlichtweg nicht in ein festes Genre pressen. Das kann ab und an richtig spannend sein, wenn sich ein Film nicht einem Stil hingibt, kann überraschen und fesseln, aber auch außer Kontrolle geraten und so irgendwann ziellos oder gar anstrengend und ungekonnt wirken. "London Boulevard" ist so ein Mischkind, welches über Thriller, Komödie, Drama und Gangster-Krimi alles mögliche abdecken will, dabei aber immer wieder unangenehm ins Trudeln gerät. LONDON BOULEVARD Mitchel (Colin Farrell) saß drei Jahre wegen gewalttätiger Vergehen im Gefängnis. Nach seiner Entlassung will er der kriminellen Szene, in welcher ihn sein ehemaliger Partner und Freund Billy (Ben Chaplin) immer wieder hineinzudrängen versucht, absagen und nimmt anstattdessen einen ehrlichen Job an: Als Personenschutz der berühmten Schauspielerin Charlotte (Keira Knightley) hält er der Frau aufdringliche Papparazzi vom Leib... und schnell kommen sich die beiden näher. Doch die Krimina...

Anna und die Apokalypse

Teenagerin Anna (Ella Hunt) lebt eigentlich ein recht herkömmliches Highschool-Leben mit Verehrern, Hausaufgaben und manch einer jugendlichen Tragödie. Statt sich Schulfesten hinzugeben, ackert sie jedoch lieber für ein Flugticket raus aus den USA, um auf Reisen zu gehen. Diese Pläne werden jedoch plötzlich durchkreuzt, als in Annas Stadt eine Zombie-Apokalypse ausbricht. Erst nehmen sie und Annas und Freunde diese Sache mit Humor, doch als die Ernsthaftigkeit der Situation über sie hereinbricht, greifen sie zu allem, was sich durch einen Zombieschädel bohren lässt, um sich den Weg zur Highschool freizukämpfen. Dort sitzt nämlich Annas Vater Tony (Mark Benton) unter dem Kommando des verrückten Schulleiters Savage (Paul Kaye) fest... Man merkt schon - wirklich ernstnehmen tun die Macher rund um Regisseur John McPhail das immer noch allseits beliebte Zombie-Thema hier nicht und verpacken es daher dann auch, was in dieser Form tatsächlich noch unverbraucht ist, in ein buntes Musical. ...