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Die Unfassbaren - Now You See Me

Zauberer sind ja besonders seit der "Harry Potter"-Filmreihe im Kino sehr beliebt. Auch die Zauberkünstler, welcher auf Bühnen stehen und ihren Zuschauern dabei spektakuläre, trickreiche Shows bieten, erfreuen sich zum Beispiel seit dem gelungenen "The Prestige" großer Anerkennung und diesen Trend nutzte Action-Regisseur Louis Leterrier nun für einen temporeichen, cleveren Film, in dem er eine wendungsreiche Handlung um einige namhafte Stars schnürt...

DIE UNFASSBAREN


Die "vier Reiter" nennen sie sich: Sie gehören zu den angesehensten Zauberkünstlern der Welt, ihre Shows sind stets ausverkauft... für viele sind Daniel Atlas (Jesse Eisenberg), Henley Reeves (Isla Fisher), Jack Wilder (Dave Franco) und Merritt McKinney (Woody Harrelson) Idole, seit sie vor einem Jahr zusammengestoßen sind und seitdem einem mysteriösen Auftraggeber unterstehen. Unterstützt von Millionär Arthur Tressler (Michael Caine) gelingt es ihnen, in einer Show in Las Vegas eine Bank in Paris auszurauben... ohne den Saal zu verlassen, anscheinend durch wahre Magie. Schnell ist das FBI in Form von Agent Rhodes (Mark Ruffalo) und Interpol in Form von Agentin Alma Dray (Melanie Laurent) hinter den vier Künstlern her. Dafür verbünden sie sich mit dem Zauber-Entmystifizierer Thaddeus Bradley (Morgan Freeman), um ihnen auf die Schliche zu kommen...

Mit "Die Unfassbaren" bekommt man ungefähr genau das, was man erwartet. Louis Leterrier strickt eine spannende Geschichte, die vor Wendungen nur so strotzt und dabei besonders gegen Ende, wenn das vollständige Komplott entlarvt wird, einige Logiklöcher nicht umschifft, was das hohe Tempo und der Spaß, den die Story verursacht, jedoch zu übertünchen wissen. Die Geschichte und auch die Charaktere haben keine nennenswerten Tiefen, der Film definiert sich einzig und allein durch seinen Plot, der immerhin flott und clever genug ist, um darüber hinwegzutäuschen, dass dies alles eigentlich nur recht emotionsarmes Popcorn-Kino ist. Das ist aber dennoch etwas schade, denn der großartige Cast bekommt hier bis auf kleine Ausnahmen wenig Gelegenheit, um sich wirklich freizuspielen, besonders der große Michael Caine und der unter seiner recht geringen Leinwandzeit leidende Dave Franco kommen nie wirklich zum Zuge. Macht aber alles zum Glück nicht so viel, denn der Handlung folgen wir recht gerne, bis auf ein paar kleinere Längen liefert man hier top-gestyltes Kino, welches sich frisch präsentiert und dabei eben nur auf seine Story und nicht auf das Drumherum setzt. Die Zaubertricks werden besonders durch Ablenkungen präsentiert, sogenannte Blender. Der Film selbst ist übrigens auch einer, er gibt vor, richtig originell und rasant zu sein, in seinem Inneren steckt allerdings doch sehr wenig Herz. Das ist gerade deswegen etwas seltsam, da der Film zum Beispiel mit verschiedenen Beziehungsmöglichkeiten, einem bösen Verrat und einer bitteren Vergangenheit aufwartet, dann aber nur sehr wenig oder gar nichts dafür tut, um diese Subplots zu unterbuttern. Anstattdessen wird sich dem temporeichen, ironischen Spektakel gewidmet, was zwar wirklich unterhaltsam, aber ebenso substanzlos ist. Den Braten können ganz Clevere eventuell gar vor dessen Enthüllung riechen, aber am besten ist es, vielleicht gar nicht so viel mitzudenken... denn wenn man nicht akribisch nach all den logischen Lücken sucht, verpasst man auch nicht den charmanten Spaß, den die unterforderten, aber sichtlich mit Freude agierenden Schauspieler hier verbreiten. Morgan Freeman ist ja eh immer gut, Woody Harrelson wunderbar schräg, Isla Fischer sehr frech und sexy, Jesse Eisenberg wie immer ein bisschen verrückt, Michael Caine wie immer mit einer ganz starken Präsenz und Mark Ruffalo, der in Sachen Screentime eigentlich noch vor Eisenberg der Hauptdarsteller sein müsste, liefert als gehetzter, nicht immer wirklich intelligenter Cop eine mehr als bravouröse Leistung. Sie alle können mehr, doch hier ordnen sie sich dem oberflächlichen, rasanten Spaß unter und das Zusehen macht dabei dann doch Freude. Kein großer Wurf, aber ein nettes Feuerwerk, bei dem die bereits angekündigte Fortsetzung gerne kommen darf... dann aber mit mehr Tiefen.

Note: 3+



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